BEN ZUCKER HEIZT DEM SAUERLAND EIN

ODER: „ES IST SOMMER“…

Flirrende Hitze, Sonne satt und gefühlt kein Lüftchen. Während du letzten Freitag vermutlich jede Gelegenheit genutzt hast, um der Hitze zu entkommen, den Ventilator auf höchster Stufe laufen ließest oder die Füße ins kalte Wasser gehalten hast, hatte Ben Zucker einen ganz anderen Plan. Bei fast 40 Grad – an einem der heißesten Tage des Jahres, an dem sogar der deutsche Hitzerekord gebrochen wurde – machte sich der Sänger auf den Weg in den Sauerlandpark Hemer. Statt Schatten warteten auf ihn tausende Fans, eine große Open-Air-Bühne und ein Abend, an dem trotz der sengenden Sonne gemeinsam gefeiert wurde… Mit seiner aktuellen „Kämpferherz“-Tour reist der Berliner quer durch Deutschland und bringt seine Songs dorthin, wo er sich am wohlsten fühlt – mitten zu seinen Fans. Auch das Sauerland durfte auf dem Tourplan nicht fehlen. Bevor sich der Sauerlandpark am Abend immer weiter füllte und die ersten Gitarrenklänge ertönten, gab es noch einen kurzen Moment zum Durchatmen:

Es macht Spaß, auf dieser Achterbahn zu fahren

Ben, heute ist vermutlich einer der heißesten Konzerttage des Jahres. Du gibst auf der Bühne immer alles – gibt es bei fast 40 Grad einen Moment, in dem selbst ein Kämpferherz denkt: „Heute wird’s sportlich“?

Nö! Ich glaube, das wird richtig schön und vor allem eine Menge Spaß machen. Natürlich werden wir darauf achten, dass sowohl die Fans als auch wir auf der Bühne genug Wasser trinken. Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam eine richtig schöne Zeit erleben werden. Denn es ist Sommer!

„Kämpferherz“ ist der Titel deines Albums, deiner Autobiografie und deiner Tour. Das wirkt fast wie ein Lebensmotto. Wofür kämpfst du?

Ich kämpfe vor allem dafür, dass wir alle eine gute Zeit haben und gesund bleiben. Mir ist wichtig, dass jeder seine Ziele verfolgt, an seinen Träumen festhält und sie nicht aus den Augen verliert. Genau dafür lohnt es sich zu kämpfen.

Wer seine Lebensgeschichte aufschreibt, blickt zwangsläufig noch einmal auf alle Höhen und Tiefen zurück. War das für dich die „Achterbahn des Lebens“?

Das war eigentlich nicht nur beim Schreiben meiner Autobiografie so. Die Achterbahn des Lebens gehört für mich einfach dazu – mit all ihren Höhen und Tiefen. Und ehrlich gesagt macht es auch Spaß, auf dieser Achterbahn zu fahren. Ich habe große Lust aufs Leben und deshalb ist für mich am Ende alles richtig, egal ob ich eine Entscheidung treffe oder mich bewusst dagegen entscheide.

Aktuell bist du wieder auf Tour und spielst heute das zweite von insgesamt 15 Open-Air-Konzerten. Gibt es einen Moment bei jedem Konzert, auf den du dich schon Stunden vorher freust – und einen, vor dem du auch nach all den Jahren noch Respekt hast?

Ich habe immer Respekt – vor meinen Fans und vor der gemeinsamen Zeit, die wir miteinander verbringen. Mit den Jahren bin ich auf der Bühne natürlich souveräner geworden, aber trotzdem bin ich vor jedem Konzert noch aufgeregt. Ein ganz besonderer Moment ist für mich immer, wenn ich die ersten Töne von „Na und?!“ anspiele.

Viele deiner Fans sagen, dass sie sich in deinen Liedern wiederfinden. Gab es eine Begegnung mit einem Fan aus der „Zuckerbande“, bei der du gedacht hast: Dafür lohnt sich dieser Beruf?

Davon gibt es wirklich sehr viele – so viele, dass ich sie gar nicht alle aufzählen könnte. Es sind immer wieder besondere, sehr persönliche und intime Momente, die mir zeigen, warum ich diesen Beruf so gerne mache.

Du spielst heute im Sauerlandpark in Hemer. Das Sauerland gilt als bodenständig, direkt und nicht unbedingt als Gegend für große Showeffekte. Sind das Eigenschaften, mit denen du dich identifizieren kannst?

Auf jeden Fall! Ich stehe für die Basis und für ehrliche Emotionen, die ich mit meiner Musik transportiere – ganz ohne großes Brimborium. Insofern passt das eigentlich perfekt zusammen.

Auch beim „Indian Summer“ in Elspe standest du schon auf der Bühne. Hat das Sauerland für dich inzwischen ein eigenes Gesicht – oder gibt es etwas, das du ganz spontan mit dieser Region verbindest?

Ich finde das Sauerland einfach schön. Ich habe das Privileg, immer wieder hierherkommen und für die Menschen spielen zu dürfen. Das macht mir jedes Mal großen Spaß und ich freue mich immer, wenn ich wieder hier bin.

Vielleicht war es einer der heißesten Tage des Jahres – für die Fans im Sauerlandpark blieb er aber vor allem eines: Ein Abend voller Musik, Emotionen und gemeinsamer Erinnerungen. Denn manchmal braucht es eben nicht mehr als gute Songs, tausende Menschen und einen Künstler, der mit ganzem Herzen auf der Bühne steht… Wenn du Ben Zucker diesmal verpasst hast, musst du nicht lange traurig sein: Seine „Kämpferherz“-Tour führt ihn noch zu weiteren Open-Air-Konzerten. Und nachdem er schon mehrfach im Sauerland zu Gast war, stehen die Chancen gut, dass er auch künftig wieder in die Region zurückkehrt – dann vielleicht bei etwas angenehmeren Temperaturen.

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Die Fotos mit Ausnahme des Titelbildes und des Fotos von der Bühne im Sauerlandpark wurden mit freundlicher Unterstützung von Ben Zucker zur Verfügung (Fotograf: Christian Barz, Stefan Hoederath, Universal Music) gestellt.

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