„KRAUT & LECKER“ AUS DEM EIGENEN GARTEN

ODER: GÄNSEBLÜMCHEN AUFS BUTTERBROT

Was packst du dir am liebsten aufs Butterbrot? Käse, Wurst, Nuss-Nougat-Creme? Dann ist die letzte Geschmacksexplosion sicher schon ein bisschen her!? Und so richtig gesund ist das alles leider auch nicht… Dabei könnte es so einfach sein: Schau doch mal im Garten vorbei, bevor du dir die nächste Stulle schmierst – ich bin sicher, da findet sich jede Menge Grünzeugs, das nicht nur wahnsinnig lecker, sondern auch richtig gut für deinen Körper ist! Du weißt nicht genau, was du wie verwenden kannst!? Dann begleite mich bei meinem Treffen mit der Wildkräuterpädagogin und Ernährungsberaterin Sylvia König aus Lennestadt-Maumke:

Von Wiesen und Wäldern…

Gänseblümchen, Löwenzahn und Brennnesseln erkennst du bestimmt auch noch selbst!? Da kannst du also schon mal hemmungslos zuschlagen – bei anderen Pflänzchen solltest du allerdings etwas aufpassen: Der köstliche Bärlauch beispielsweise sieht dem giftigen Maiglöckchen doch sehr ähnlich… Sylvia König kann all diese Pflänzchen mühelos auseinanderhalten; seit ihrer Kindheit beschäftigt sie sich damit, sammelte schon mit ihrer Oma und Mutter wilde Kräuter, brachte sie immer wieder in ihre Kochkurse ein und ließ sich vor einigen Jahren auch noch zur Wildkräuterpädagogin ausbilden – immer mit Fokus auf gesunde Ernährung.

Englischer Rasen zum Frühstück? Das wäre Sylvia viel zu langweilig, in ihrem Garten lässt sie alles wachsen, was da so zum Vorschein kommt… In einer schattigen Ecke hat sie ein paar Bärlauch-Zwiebeln angepflanzt; der Giersch, der ganz wunderbar im Salat, Spinat oder als Pesto schmeckt, wuchert von ganz allein.

Doch auch die Wiesen und Wälder rund um Lennestadt haben jede Menge Leckereien zu bieten. Natürlich unterscheidet sich das je nach Wetter und Standort, aber generell gilt: Ein Händchen voll Wildkräuter hat mehr wertvolle Inhaltsstoffe als ein Riesenberg Salat. Und damit nicht nur die Menschen satt werden, sondern auch die Bienchen, nutzt Sylvia häufig nur die Blätter und lässt die Blütenkelche stehen…

Selbst im Winter – wenn nicht gerade eine dicke Schneedecke liegt – kannst du fündig werden; ansonsten lassen sich zum Beispiel Löwenzahn-Gänseblümchen-Kapern oder Bärlauch-Knospen eingelegt in Essig oder Salzlake auch ganz wunderbar haltbar machen und als Aufstrich oder Salzersatz nutzen.

So simpel das alles auch ist – aller Anfang ist schwer… Deswegen würdest du idealerweise mit einer Kräuterwanderung oder einem Workshop bei „Kraut & Lecker“ starten, wenn nicht gerade Corona wäre! Dann würde Sylvia dir ganz genau zeigen, was du wo findest, und wie du es verwenden kannst. Gelegentlich gibt sie dabei auch eins ihrer selbstgeschriebenen Gedichte zum Besten. Gespickt mit Hintergrundinformationen und einer Prise Humor kannst du dabei jede Menge lernen, wie die unterschiedlichen Baum-Arten in „Von Winden gequält“:

Und, wieder aus dem Lachen herausgekommen? Dann gibt´s jetzt noch einige Tipps, wie du ganz konkret starten kannst:

… auf deinen Tisch!

Beginnen wir mal ganz einfach: Bei Löwenzahn besteht nun wirklich keine Verwechslungsgefahr, und er ist absolut vielseitig! Seine jungen, zarten Blätter schmecken fantastisch im Salat; aus seinen Wurzeln kannst du einen leckeren Kaffeeersatz zubereiten. Dazu die Wurzeln richtig gut reinigen, in Würfel schneiden, trocknen lassen, in einer Pfanne (ohne Fett!) erhitzen und abschließend noch fein mahlen – fertig! Wenn du lieber kalte Getränke magst, nimmst du den Halm, schneidest die Blüte ab, und fertig ist der absolut umweltverträgliche Strohhalm… Genial, oder?

Auch nach Bärlauch musst du gerade nicht lange suchen, wenn du ein paar passende Stellen kennst. Blätter säubern, ab in den Mixer, etwas Olivenöl dazu – wirklich supersuperlecker auf Brot mit Frischkäse oder zu Nudeln. So einfach – so gut!

Ebenso wie der Löwenzahn macht sich auch die Brennnessel super im Salat. Ja, richtig gehört, das pieksige Ding kannst du auch essen… Dazu das Pflänzchen bei der Ernte von unten und nicht direkt auf die Brennhaare fassen, gerne noch ordentlich mit einem Nudelholz darüber rollen, dann kannst du völlig schmerz- und juckfrei genießen!

Gut, jetzt ist schon etwas spät dafür, aber das nächste Weihnachten kommt bestimmt: Wenn du nach dem Fest den Bio-Tannenbaum kopfüber zum Trocknen aufhängst und dir anschließend die meditative Mühe machst, die Nadeln abzuzupfen, hast du eine tolle Zutat zum Beispiel für ein aromatisches Tannen-Salz!

Du magst es lieber süß? Wie wäre es mit einem selbstgemachten Eis, verfeinert mit Duftveilchen oder anderen leckeren Blüten!?

Auch zur Körperpflege eignen sich die wilden Kräuter: Eine Beinwell-Salbe lindert bei stumpfen Verletzungen, eine Deo-Creme mit selbst gereinigtem Bienenwachs und Minzöl erfrischt und Badezusätze mit Rosenblüten, Kamille, Hagebutte, Tannennadeln, Rosmarin oder Lavendel duften besser als jedes zugesetzte ätherische Öl!

So, da solltest du für den Anfang erstmal gut beschäftigt sein! Bestimmt sind auch demnächst wieder Kräuterwanderungen mit Sylvia möglich – da bekommst du viele weitere Tipps… In der Zwischenzeit kannst du auch gern mal im Online-Shop von „Kraut & Lecker“ vorbeischauen: Die vegane und glutenfreie Möhre-Kokos-Suppe und den Eintopf „Silly-Chili“ hat Sylvia schon vorbereitet, ebenso Bärlauch- und Tannensalz für ein ganz besonderes Aroma. Und da die Natur immer wieder Neues zu bieten hat, wird es auch bei „Kraut & Lecker“ immer wieder etwas Neues geben. Guten Appetit!

Sylvia König, Am Rott 18, 57368 Lennestadt

https://www.krautundlecker.de/

https://www.instagram.com/krautundlecker2020/

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