ODER: HARMONIE DER KONTRASTE…
Zwei Küchen von einem Herd – klingt erst mal ungewöhnlich, fühlt sich hier aber genau richtig an. Denn im „Haus Gerbens“ in Wickede, direkt an der Grenze zum Sauerland, treffen Kontraste aufeinander, die harmonisch wirken. Du gehst durch die Räume und merkst schnell, dass keiner ist wie der andere. Der eine eher elegant, der andere eher traditionell. Aber jeder für sich stilvoll und gemütlich. Du bleibst stehen, schaust dich um, lässt alles auf dich wirken und hast das Gefühl, dass hier jedes Detail bewusst gewählt wurde. Auf den Tellern setzt sich das fort. Hier kannst du dich für das entscheiden, was du kennst und liebst – das nennt man hier „Leibgerichte“. Oder du lässt dich auf kreative, teils kunstvolle Gerichte ein – dann bist du bei den „Kreativgerichten“ goldrichtig. Begleitet wirst du bei deinen Besuchen von Menschen, die diesen Ort prägen. Küchenchefin Carmen Rodriguez-Garcia, Restaurantleiterin Selina Daske, Hausdame Simone Neumann und ihre Teams teilen dabei ihre Geschichten und sorgen ganz nebenbei dafür, dass du dich vom ersten Moment an herzlich willkommen fühlst:
In der Vergangenheit erbaut – für die Zukunft gedacht
Du stehst an der Hauptstraße 211 in Wickede. Blickst auf die Berge des Sauerlandes, die sich langsam von hier erheben… Und dabei stehst du mitten in Geschichte. Dieses Haus gibt es schon seit 1838 und es war dabei stets ein Haus der Gastfreundschaft.


Zunächst war es eine Post- und Pferdewechselstation – ein Ort, an dem Reisende einkehrten, durchatmeten und anschließend erholt weiterzogen. Anschließend war das Haus Jahrzehnte lang ein Gasthof, „Zur schönen Aussicht“, und dann zog die Diskothek „Dandy“, in der Menschen lachten, feierten und sich kennen lernten, in die Räumlichkeiten ein.

Auch Ernst Walter Hillebrand und seine spätere Frau Angelika lernten sich hier kennen. Er war oft zu Gast, sie arbeitete hinter der Bar. Als die Diskothek in den 80er Jahren schloss und das Haus zum Verkauf stand, zögerte der Unternehmer Ernst Walter Hillebrand nicht lange und erstand das Haus, um diesen Ort der Begegnungen zu erhalten.

Es folgten ein großer Umbau und umfassende Instandhaltungsmaßahmen. Hotelzimmer mit eigenen Bädern wurden eingerichtet, zwei Gasträume und eine Küche entstanden. Anschließend wurde das Haus für 15 Jahre an ein elsässisches Gastronomie-Paar verpachtet. Seit Ende der 90er wird das Haus „selbst“ geführt – als Teil des Familienunternehmens WHW. Seitdem: Stillstand? Fehlanzeige. Hier wird ständig weitergedacht und weitergemacht. Inzwischen beinhaltet das Haus zusätzlich eine Bar, ein neuer Anbau mit Kamin für größere Veranstaltungen oder besondere Anlässe entstand und es gibt einen prachtvollen und vielfältigen Außenbereich. Die traditionelle Gaststube wurde kürzlich renoviert. Alles entwickelt sich. Alles lebt. Aber ohne die Wurzeln der Vergangenheit aus den Augen zu verlieren.





Aber was das Ganze wirklich besonders macht? Die Menschen. Viele sind schon ewig hier. Selina Daske seit 14 Jahren, Carmen Rodriguez-Garcia und Simone Neumann seit 25 Jahren. Das ist hier für die meisten nicht bloß ein Arbeitsplatz. Das „Haus Gerbens“ ist für Viele wie ein zweites Zuhause. Und das Team sowas wie Familie. Das spürst du:
Ein Ort. Viele Welten.
Jetzt wird’s spannend. Du suchst dir deinen Platz. Worauf hast du heute Lust? Vielleicht auf den Salon – zeitlose Marmorelemente treffen auf gedimmte Wandleuchten und eine große lederne Eckbank mit Sesseln in knallrot. Selbst die Berkel-Schneidemaschine passt farblich rein. Du sinkst in die Couchecke und denkst: Ja, hier bleibe ich.


Oder du gehst in die Kutscherstube im Münsterländer Stil. Geräucherte Eichenvertäfelungen an den Wänden und Decken, eine Schanktheke und Deckenpaneele aus Messing, perfekt inszeniertes indirektes Licht und Kerzen auf dem Tisch. Ein traditionsreicher Gastraum im frischen Gewand. Du sitzt an einem der massiven Ahorn-Tische und weißt: Hier wurden schon viele lange, gesellige und gemütliche Abende verbracht, an denen Geschichten und Erinnerungen für die Ewigkeit entstanden sind.


Als nächstes der festliche Saal. Kronleuchter, Flügel, offener Kamin, edle Stoffe, mit Blick auf den grünen Außenbereich. Genau richtig für die großen Momente. Aber auch für die Kleineren – ganz, wie du magst…



Jetzt in die atmosphärische Bar. Stimmungsvolle Beleuchtung. Coole Details. Mit Außenbereich. Hier haben schon Otto Waalkes und Frank Zander gefeiert und sich gleich mal direkt mit ihren Zeichnungen auf der Hauswand verewigt. Aktuell öffnet sie immer samstags ab 20 Uhr. Oder du mietest sie für deine eigenen kleinere oder größere Feier..


Und für den Sommer? Dafür gibt’s eine Terrasse mit mediterranen Steinfliesen, einen großen Biergartenbereich unter einer Pergola, sogar einen Spielplatz für die kleinen Gäste. Alles hier ist grün. Liebevoll angelegte Bereiche, duftende Blumen und Pflanzen. Kurzurlaub im Grünen. Und hier entsteht aktuell sogar ein neues Highlight unter Baumkronen und Lichterketten. Es bleibt spannend.


Dann gehst du nach oben. In eines der 13 Hotelzimmer. Jedes ist anders und individuell. Aber jedes ist gemütlich, beinhaltet ein modernes Bad, eine hochwertige Matratze für hohen Schlafkomfort und hat einen großen Smart TV.



Und wenn du zufällig auf dem Ruhrtalradweg unterwegs bist – von Winterberg Richtung Duisburg – dann kommst du hier quasi automatisch vorbei. Fahrrad abstellen? Kein Problem. In der Garage gibt es genügend Platz. Und auch Lademöglichkeiten für deinen Akku.

Du merkst: Hier ist Platz für fast alles. Für große und kleine Veranstaltungen im privaten wie geschäftlichen Kontext. Für eine gemütliche Übernachtung. Für einen Drink in der Bar. Und vor allem für einen schönen Abend für dich und deine Liebsten:
Genuss mit Charakter
Aber jetzt kommt das Herzstück. Du schaust in die Karte. Und stehst vor einer Entscheidung. Nimmst du heute das, was du kennst und so sehr liebst? Das berühmte Wiener Schnitzel, von dem Viele sagen, es sei das Beste in der Gegend? Die Ochsenbacke? Das Cordon Bleu? Eines der Gerichte, die es hier schon immer gab und immer geben wird. Weil es Tradition ist. Und weil sie einfach extrem lecker sind.


Oder möchtest du heute überrascht werden? Hast du Lust auf etwas Kreatives? Filigranes. Kunstvolles. Gerichte, bei denen du kurz innehältst und denkst: Wow!



Das Besondere: Es kommt alles aus derselben Küche. Von demselben Team. Weil sie beides können. Und beides lieben. Im Küchenteam wird ständig diskutiert, ausprobiert, verworfen und neu gedacht. Es gibt ein kleines, schwarzes Buch. Da landen die Ideen drin. Viele Ideen. Und irgendwann wird daraus eine neue Karte. Alle drei Monate. Die Klassiker bleiben. Müssen sie auch. Aber der Rest? Der darf sich verändern und die Ideen dürfen ausgelebt werden.

Sous Chef Philipp Marske beispielsweise sammelt grüne Walnüsse, legt sie ein, macht daraus die berühmten schwarzen Walnüsse. Verarbeitet Quitten aus dem Garten. Fermentiert. Probiert aus. Hat letztens sogar für zwei Wochen in einer Zwei-Sterne-Küche in Nürnberg hospitiert. So wie die anderen beiden Jungköche Luca und Lukas es auch schon in anderen Betrieben getan haben. Dann kommen alle mit neuen Ideen zurück. Und du? Du profitierst davon. Direkt auf deinem Teller.

Auch bei den Getränken wird experimentiert. Als Aperitif gibt es Dinge wie Rhabarber-Magnolien-Cordial. Mit Magnolien aus dem privaten Garten. Oder Erdbeer-Holunder-Spritz. Oder hausgemachten Orancello.

Vieles kommt dabei aus der Region. Von Produzenten, die man kennt. So wie das Bio Huhn vom Schickermooser Weidehof aus Sundern. Sehr bald gibt auch Kräuter aus dem eigenen Hochbeet. Die Beete stehen schon. Direkt aus dem eigenen Garten auf den Teller. Das schmeckst du. Ohne, dass es laut gesagt werden muss.



Das Haus Gerbens ist ein Ort, der sich traut anders zu sein und Kontraste zuzulassen. Traditionell und trotzdem kreativ. Professionell und trotzdem familiär. Dabei aber stets stilvoll und gemütlich. Und dann die zwei Küchen von einem Herd… Für welche entscheidest du dich bei deinem nächsten Besuch?

Haus Gerbens, Walter Hillebrand GmbH & Co. KG Galvanotechnik, Hauptstraße 211, 58739 Wickede (Ruhr)
https://www.instagram.com/haus_gerbens/
Die historischen Bilder, das Bild von Ernst Walter Hillebrand, die Fotos von den Speisen, das Vierer-Teamfoto sowie ein Teil der Bilder der Räumlichkeiten und des Außenbereichs wurden mit freundlicher Unterstützung vom Haus Gerbens zur Verfügung gestellt.
