FOTOWORKSHOP MIT „VIBAGRAFIK“

ODER: VIER TIPPS FÜR BESSERE BILDER…

 

Ich bin zur Fotografie gekommen wie die Jungfrau zum Kinde! Eigentlich wollte ich dir nur zauberhafte Geschichten über das Sauerland erzählen, doch recht schnell habe ich festgestellt, dass lange Textblöcke durch ein paar Bilder aufgelockert werden, und auch die anschaulichste Beschreibung durch ein unterstreichendes Foto nur gewinnen kann… Kurz darauf bekam ich die Spiegelreflexkamera meines Patenonkels, und mithilfe des Automatikmodus´ konnte ich meine fast schon zweihundert Beiträge (auf beiden Blogs) bisher ganz gut ausstatten. Doch häufig mache ich gleich zwanzig Fotos vom gleichen Motiv, weil es mehr oder weniger Zufall ist, welches von denen besser oder schlechter gelingt. Es hat durchaus einen Grund, warum Leute sich drei Jahre lang zum Fotografen ausbilden lassen, und ich habe keinesfalls Ambitionen, zur eierlegenden Wollmilchsau zu werden, doch ein paar Basics konnten nun wirklich nicht schaden. Daher habe ich vor einiger Zeit Vivien Balkenhol in Olsberg-Elleringhausen besucht, die mir – und vielleicht ja auch dir!? – mit einigen Tipps weiterhelfen konnte:

 

1. Nie mehr Automatikmodus!

 

Das erste, was Vivien mir beigebracht hat, war: Loslassen. Nämlich den heiß geliebten Automatikmodus. Der mir immer so viel Sicherheit gegeben hat. Aber ein bisschen Vertrauensvorschuss hatte Vivien auch verdient, denn als ausgebildete Mediengestalterin hat sie mit „Vibagrafik“ gerade ihren dritten Geburtstag gefeiert und seitdem fast 800 Projekte umgesetzt.

 

Vibagrafik 1

 

Also gut, das nie genutzte Rädchen auf „M“ gestellt und gleich mal ausprobiert, dabei aber ein völlig unbrauchbares Ergebnis erzielt. Am liebsten wieder in den Automatikmodus zurückgewechselt. Doch Vivien erklärte mir, dass es lediglich an den falschen Grundeinstellungen liegt; von ISO, Belichtungszeit und Blende hatte ich nämlich bisher wenig Ahnung – Asche auf mein Haupt!

 

Image-5

 

Aber ich war ja nach Elleringhausen gekommen, um genau das zu ändern, und nachdem Vivien die jeweiligen Standardeinstellungen im Menü vorgenommen hatte, klappte es gleich schon viel besser.

 

2. Wähle die richtigen Lichtverhältnisse!

 

Als ich mich mit der Kamera in die andere Richtung drehte, merkte ich recht schnell, dass die Standardeinstellungen nicht immer ideal sind. Licht ist das entscheidende Thema – das hatte ich schon bei meinem Artikel zur Foodfotografie gelernt. Da ich aber selten Essen, sondern viel häufiger im Freien fotografiere, hatte Vivien auch hier eine Faustregel für mich: Wird das Bild zu hell, erhöhe stufenweise die Belichtungszeit; wenn es zu dunkel ist, erhöhe den ISO!

 

 

Natürlich machst du es dir viel leichter, wenn du dein Motiv direkt in den optimalen Lichtverhältnissen platzierst. Bei unzähligen Haustür- und Gartenshootings, die Vivien allein in den letzten Wochen in Elleringhausen und Umgebung absolviert hat, wurden die Menschen meist gegen die oft strahlende Sonne fotografiert. Warum? Na, überleg mal, was mit den Augen passiert, wenn du in die Sonne schaust…

 

Vibagrafik-69

 

Daher ist der ultimative Tipp, der wirklich immer funktioniert, wenn du dich nicht mit der Sonne rumärgern möchtest: Schatten! So kommen die Farben schön raus, die Augen sind nicht zugekniffen, und der eigentlich schöne blaue Himmel wird nicht plötzlich weiß.

 

3. Nutze Unschärfen!

 

Den Unterschied zwischen Profi- und Amateur-Fotos siehst du wahrscheinlich auch drei Meilen gegen den Wind!? Auch wenn Fotos scharf sind und ein gelungenes Motiv ablichten, fehlt meist doch das gewisse Etwas! Und genau das erreichst du, wenn du Unschärfen in dein Bild einbaust.

 

Vibagrafik Vivien Balkenhol

 

Unschärfen? Ja, richtig gehört. Natürlich sollte dein Hauptmotiv schön deutlich zu erkennen sein, aber durch eine kleine Unschärfe im Vorder- oder Hintergrund erreicht dein Bild viel mehr Tiefe…

 

Vibagrafik-60

 

Du kannst zum Beispiel einen Ast oder irgendetwas, das zur Umgebung passt und am besten auch aus ihr entnommen ist, direkt vor die Linse halten und das Hauptmotiv fokussieren – dann erreichst du solche Ergebnisse.

 

4. Auch das Handy kann was!

 

Natürlich erfordert das jede Menge Übung, aber irgendwann wird der Finger nur so zwischen ISO- und Blende-Rädchen hin- und herflitzen, sagt Vivien. Durch die Übung entsteht nämlich das Gefühl für die perfekte Einstellung in der jeweiligen Situation.

 

 

Wenn du schneller schöne Ergebnisse erzielen willst, kannst du auch dein Smartphone nutzen. Wenn auch du Foto-Anfänger bist und ein Handy mit guter Kamera besitzt, kannst du meist so bessere Ergebnisse erzielen als mit der Spiegelreflexkamera. Aber irgendwo sind da natürlich auch Grenzen gesetzt; besonders, wenn du die Bilder auf dem PC anschaust, wirst du feststellen, dass die Fotoqualität mit der Kamera doch besser ist. Fazit: Die Übung mit der Kamera lohnt sich; so lange kann auch das Handy mal herhalten.

 

Workshop Vibagrafik

 

So, das war alles, was ich weiß – vielleicht traust du dich ja nun auch mal, den Automatikmodus auszuschalten!? Wenn du mehr übers Fotografieren lernen, auch mal einen Workshop besuchen oder einfach schöne Bilder von dir machen lassen möchtest, wende dich gern direkt an Vivien, und lass deine Ergebnisse doch mal sehen 😉

 

Die Fotos wurden mit freundlicher Unterstützung zur Verfügung gestellt von:

Vibagrafik, Vivien Balkenhol, Schützenstraße 1a, 59939 Olsberg

https://vibagrafik.de/

https://www.instagram.com/vibagrafik/

https://www.facebook.com/vibagrafik/

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