EIN BESUCH IM „GASTHOF KAISER“

ODER: GANZ VIEL SAUERLANDGEFÜHL…

Es gibt diese Orte, für die du plötzlich gern ein paar Extrakilometer mehr fährst. Orte, die du vorher gar nicht auf dem Schirm hattest, und die dir danach trotzdem lange im Kopf bleiben. Rinsecke ist genau so ein Ort. Ein kleines Dorf irgendwo mitten im Sauerland, rund 250 Einwohner, viel Natur, viel Ruhe und dieses Gefühl, dass die Uhren hier manchmal ein kleines bisschen langsamer ticken. Jede Menge Sauerland drumherum und mittendrin der „Gasthof Kaiser“. Kein schicker Landgasthof mit aufgesetzter Heimatkulisse, sondern ein Haus mit echter Geschichte und Menschen, die sie bis heute weiterschreiben. Seit rund 350 Jahren gehört der Hof der Familie Kaiser, heute führt Stefan Kaiser das Haus weiter – mit viel Gefühl dafür, wie man Tradition bewahrt, ohne stehenzubleiben. Bodenständig, modern und ohne unnötigen Schnickschnack. Nach einer Wanderung rund um den Rhein-Weser-Turm oder einem Ausflug Richtung Panorama-Park fühlt sich die Einkehr hier fast ein bisschen wie Heimkommen an. Vielleicht, weil im „Gasthof Kaiser“ nichts geschniegelt wirkt. Sondern ehrlich, angenehm unaufgeregt und wie ein Besuch bei Freunden:

Zwischen Wanderwegen und Wohlfühlküche

Manche Orte fühlen sich schon beim Reinkommen vertraut an. Der „Gasthof Kaiser“ in Rinsecke ist genau so ein Ort. Vielleicht liegt es an der ruhigen Art von Stefan Kaiser. Vielleicht an dem herzlichen Team. Vielleicht aber auch einfach daran, dass hier seit Jahrhunderten Menschen ein- und ausgehen. Denn das Gebäude selbst erzählt bereits unglaublich viel Geschichte.

Der Hof ist rund 350 Jahre alt und gehörte schon immer der Familie Kaiser – väterlicherseits, seit Generationen. Früher war das hier ein klassischer Bauernhof und Alleinversorger. Die Scheune gegenüber gehörte selbstverständlich dazu, Tiere und Landwirtschaft bestimmten den Alltag. Und dort, wo heute gekocht wird, befand sich früher tatsächlich eine Station zum Füttern der Pferde.

Irgendwie schön, dass ausgerechnet dort heute wieder Menschen versorgt werden – nur eben mit gutem Essen statt mit Hafer und Heu. Seit rund 135 Jahren besitzt der Hof außerdem die Schankerlaubnis. Genauso lange wird hier also schon Gastwirtschaft gelebt. Und genau dieses Gefühl von Tradition spürst du bis heute. Allerdings nie altbacken oder verstaubt, sondern angenehm modern und ehrlich.

2010 hat Stefan Kaiser den Gasthof nach dem Tod seiner Mutter übernommen. Vorher durfte er im Haus kaum etwas verändern. Seitdem hat sich im Inneren allerdings einiges getan. Und trotzdem hat der „Gasthof Kaiser“ seinen Charakter nie verloren.

Heute treffen alte Gemäuer auf ein modernes, gemütliches Ambiente. Große Panoramafenster holen das Sauerland direkt nach drinnen und sorgen dafür, dass du selbst vom Tisch aus das Gefühl hast, mitten in der Natur zu sitzen. Ganz viel Licht, viel Holz, eine angenehme Ruhe – und dieses besondere Sauerlandgefühl, das du schwer beschreiben kannst, aber sofort spürst.

Im Januar bleibt der Gasthof traditionell geschlossen. Aber nicht, weil hier einfach Pause gemacht wird. Sondern weil renoviert wird. Jedes Jahr wird weiter verbessert, verschönert und modernisiert – Schritt für Schritt und mit viel Liebe zum Detail.

Und genau diese Liebe steckt auch im Team. Stefan Kaiser ist der einzige Mann in diesem „Hühnerhaufen“, wie er lachend erzählt. Um ihn herum arbeitet ein starkes Team von Frauen, das den Gasthof mit unglaublich viel Herzlichkeit prägt: Da ist zum Beispiel Belgin Ünver, die seit über 30 Jahren dazugehört. Angefangen hat sie damals im Service, heute ist sie auch regelmäßig in der Küche anzutreffen. Gemeinsam mit Stefan entwickelt sie neue Gerichte und saisonale Ideen. Besonders die Desserts tragen oft ihre Handschrift.

Dann ist da noch Meike Sbrzesny. Eigentlich Lehrerin. Heute Teil des Teams im „Gasthof Kaiser“. Sie ist erst vor Kurzem nach Rinsecke gezogen und hat sich beruflich komplett neu orientiert. Seit Oktober arbeitet sie im Gasthof – und du merkst sofort, wie wohl sie sich hier fühlt. Immer ein Lächeln im Gesicht, voller Humor und selbst in stressigen Situationen gut gelaunt.

Genau dieses Zusammenspiel macht die Atmosphäre hier so besonders. Du fühlst dich nicht wie in einem klassischen Restaurant. Eher wie zu Besuch bei Freunden. Und ganz nebenbei hat das Team den „Gasthof Kaiser“ auch kulinarisch zeitgemäß weiterentwickelt:

Hausmannkost mal anders

Früher stand vor allem deftige Hausmannskost auf der Karte. Heute ist die Küche moderner geworden, ohne ihre Bodenständigkeit zu verlieren. Die Hauptkarte bildet dabei die feste Basis, dazu kommen saisonale Empfehlungskarten mit allem, was gerade passt: Pfifferlinge, Spargel oder Bärlauch zum Beispiel. An Feiertagen gibt es zusätzlich spezielle Feiertagskarten.

Gemeinsam entwickeln Stefan Kaiser und Belgin Ünver die Gerichte weiter – immer mit dem Anspruch, dass Gäste sich wohlfühlen und gerne wiederkommen. Und das zeigt sich auch im Umgang mit den Gästen. Sonderwünsche? Kein Problem. Eine Extrasauce? Wird gemacht. Irgendwie hast du hier nie das Gefühl, kompliziert zu sein. Stattdessen heißt es einfach: „Das kriegen wir hin.“

Auch für Feiern bietet der „Gasthof Kaiser“ viele Möglichkeiten. Im hinteren Bereich gibt es einen separaten Raum für kleinere Gesellschaften mit etwa 20 bis 45 Personen – perfekt für Geburtstage oder Familienfeiern.

Und dann gibt es noch die „Tenne“ direkt gegenüber des Gasthofes. Ein uriger Saal mit unglaublich viel Charme. Hier können Gruppen mit rund 40 Personen feiern, ihre Getränke selbst mitbringen und sich gleichzeitig vom „Gasthof Kaiser“ kulinarisch verwöhnen lassen.

Im Sommer wird es draußen besonders schön. Dann sitzen die Gäste unten auf der Terrasse oder oben direkt vorm Eingang, trinken einen Aperitif und genießen einfach den Abend.

Passend dazu wird auch die Aperitif-Karte immer weiter ausgebaut. Spritzige Getränke, neue Ideen und kleine kreative Ergänzungen sorgen dafür, dass du gern noch ein bisschen länger sitzen bleibst.

Und vielleicht ist genau das das Schönste am „Gasthof Kaiser“: Dass hier alles so angenehm echt wirkt. Viele Gäste kommen seit Jahren hierher, manche sogar seit Generationen. Andere schauen einfach spontan auf einen Kaffee vorbei. Und irgendwie sorgt genau das dafür, dass du schnell das Gefühl bekommst: Hier ist die Welt noch in Ordnung…

Gasthof Kaiser, Stefan Kaiser, Rinsecker Str. 48-50,57399 Kirchhundem

https://www.gasthof-kaiser-online.de

https://www.instagram.com/gasthof.kaiser

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Die Fotos von der Tenne wurden mit freundlicher Unterstützung vom Gasthof Kaiser zur Verfügung gestellt.

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