UNTERWEGS MIT DEN „SOCIAL BIKERS“

ODER: HARTE SCHALE – WEICHER KERN!?

 

Etwas Bammel hatte ich ja schon. Am Wochenende sollte ich mich mit einer Gruppe Biker treffen. Arrangiert hatte ich das Treffen im Café Geronimo mit Daniel Vagner, Spitzname Samson, über Instagram. Schwere Kawasaki, dicke Lederjacke und rauschender Bart… Was mich aber eigentlich neugierig gemacht hatte, war der Name seiner Motorrad-Community: „Social Bikers“. Ich hielt es für eine gute Gelegenheit, mal bestehende Vorurteile zu hinterfragen. Als Autofahrer denkst du bei Bikern doch wahrscheinlich auch an gewagte Überholmanöver in Sauerländer Kurven und daran, dass der Arnsberger Wald an Sommerwochenenden wohl nicht ganz grundlos für Motorräder gesperrt ist!? Und wenn du „Biker Community“ hörst, kommen dir wahrscheinlich nicht zuerst supernette Menschen in den Sinn, die auch noch Gutes tun wollen, oder?

 

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Die Idee

 

Genau solche Menschen aber sind Samson und Nadine Dahlke, die ich zusammen mit „Social-Bikers-Maskottchen“ Kusy am Möhnesee getroffen habe.

 

Social Bikers Hund

 

Samson, der eigentlich im Ruhrgebiet wohnt, erzählte der Sauerländerin Nadine schon vor zwei Jahren von seiner Idee, und zusammen setzten sie sie dann zum 01. Januar 2019 um: Eine Community von Leuten, die Lust auf gemeinsame Motorrad-Touren durch das wunderschöne Sauerland haben, die die STVO für mehr als geduldiges Papier halten und zusammen auch noch Gutes tun wollen.

 

 

Auch wenn die „Social Bikers“ weder ein eingetragener Verein noch ein Club, sondern einfach nur eine Community von Gleichgesinnten sind, gibt es natürlich Regeln. Wer den Hoodie tragen will, sollte beachten, dass die langsamste Maschine (ab 125ccm aufwärts) voranfährt, die Verkehrsregeln eingehalten werden, und er / sie etwas Zeit für gute Zwecke investieren möchte.

 

Social Bikers Hoodie

 

Hauptzweck ist und bleibt natürlich, gemeinsam mit netten Leuten vom „Rücken“ des Motorrads aus das Sauerland zu erkunden. Zum Stichwort „Er / Sie“:  Nadine ist keine Alibi- oder Quotenfrau; trotz nicht vorhandener Frauenquote besteht die Truppe zur Zeit sogar aus 60 Prozent Frauen. Und die Vorurteile brökeln nur so dahin…

 

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Die Touren

 

Inzwischen gehören zum festen Kern schon knapp zwanzig soziale Biker. Da aber nicht immer jeder Zeit hat, und immer wieder auch „Neulinge“ mitfahren, variiert die Anzahl der Motorräder bei den Touren. Nadine und Samson sind eigentlich in jeder freien Minute unterwegs, ganzjährig, so weit es die Straßenverhältnisse irgendwie zulassen. Das hat ihnen im Februar schon schöne Touren bei strahlendem Sonnenschein erlaubt, bei denen sie Strecken fahren konnten, die im Sommer für Motorräder gesperrt oder tempobeschränkt sind.

 

 

Die Information über eine anstehende Tour kommt ein paar Tage vorher per WhatsApp. Meist treffen sich alle schon morgens, um den ganzen Tag nutzen zu können. Besonders beliebt sind auch bei den „Social Bikers“ kurvenreiche Strecken – zumindest ein Klischee bedient – und Touren entlang der Stauseen oder zu den Aussichtstürmen. Auch wenn sie sich mal verfahren, entdecken sie immer wieder zauberhafte neue Ecken. Deswegen fahren sie ja auch durchs Sauerland 😉

 

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Die guten Taten

 

Erster sozialer Aspekt: jeder kann mitmachen! Zweiter: der oder die Langsamste gibt das Tempo vor! Dritter: die „Social Bikers“ planen Aktionen, die verschiedenen wohltätigen Zwecken dienen sollen. Für den 05. Mai ist die Benefiz-Tour „Fahren für den guten Zweck“ geplant. Los geht´s am Möhnesee, jeder Teilnehmer spendet 20 Euro, die gesamten Einnahmen gehen an den Kinder- und Jugendhospizdienst Unna. Da die „Social Bikers“ nun mal kein eingetragener Verein sind, ist an diesem Tag die Teilnehmerzahl auf zwanzig begrenzt.

 

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Solch große Projekte sollen zwei bis drei Mal jährlich stattfinden, kleinere Aktionen immer mal wieder zwischendurch. Obwohl Maskottchen Kusy nicht auf dem Motorrad mitfahren kann, begleitet er die Zweibeiner gern zu Besuchen in Kinder- oder Altenheimen; Nadine greift ihm zuliebe dann auch mal aufs Auto zurück. Das Alter der Unterstützten sowie der Mitwirkenden spielt übrigens keine Rolle, die „Social Bikers“ sind schließlich für alle da!

 

Social Bikers Möhnesee

 

Wer ein Teil von ihnen werden möchte und vor allem über ein Motorrad inklusive Führerschein verfügt, kann einfach mal Kontakt aufnehmen und eine Tour mitfahren oder zum monatlichen Stammtisch an wechselnden Orten im Sauerland kommen.

 

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Die Fotos von den Touren wurden mit freundlicher Unterstützung zur Verfügung gestellt von:

„Social Bikers“, Daniel Vagner und Nadine Dahlke, info@socialbikers.de

https://www.instagram.com/social_bikers_/

https://www.facebook.com/SocialBikersEst.2019/

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