GRETE & LORE – ZWEI HERZEN SCHLAGEN IN EINER BRUST

ODER: WIE EINE TASCHE DAS SAUERLAND MIT DEM RUHRGEBIET VEREINT…

 

Folgende Beobachtung: Während viele Menschen ihre Heimat als den Ort ansehen, an dem sie oder ihre Liebsten gerade sind, lässt das Sauerland diejenigen, die hier aufgewachsen sind oder zumindest eine gewisse Zeit hier gelebt haben, nicht mehr los. Einmal Sauerländer, immer Sauerländer! Ich würde darauf wetten, dass man statistisch beweisen könnte, dass Heimaturlaube bei auswärts wohnenden Sauerländern häufiger vorkommen als bei Exilanten aus anderen Regionen. Häufig bemühen sich jene Personen auch darum, ein Stück alte Heimat in ihre neue zu holen. So wie ich mit meinem Blog „Zauberhaftes Sauerland“… Oder Anne Kathrin Köpke mit ihrem Label „Grete & Lore“…

 

Die Geburt von „Grete & Lore“

 

Ihre Leidenschaft für Textilien hat Anne Kathrin schon vor geraumer Zeit entdeckt. Neben ihrem Wirtschaftswissenschaften-Studium und ihren Jobs in Controlling und Vertrieb nähte sie immer wieder Kleidung für ihre Nichten oder sich selbst. Die Grundlagen dafür eignete sie sich ganz zeitgemäß selbst über „YouTube“ an; ein außerdem besuchter VHS-Kurs war weniger hilfreich.

 

Grete und Lore Anne Kathrin Köpke

 

Für die Suche nach neuen Materialien kam ihr die „Creativa“ in Dortmund Anfang letzten Jahres gerade recht: Hier entdeckte sie Korkstoff und rosé-metallic-farbenes Kunstleder. Zurück zuhause in Duisburg nähte sich Anne Kathrin Köpke eine „Bucket-Bag“ und war absolut erstaunt über die Reaktionen: Selbst von fremden Menschen wurde sie immer wieder auf die Tasche angesprochen. Deren Nachfrage wollte befriedigt werden…

 

Beheimatet im Sauerland und Ruhrgebiet

 

Im Frühjahr 2017 war es dann soweit: Das Label „Grete & Lore“ wurde geboren. Anne Kathrin Köpke war es wichtig, ihre beiden Heimaten in ihrem Label zu vereinen: Das Sauerland, wo sie in Iserlohn-Sümmern aufgewachsen ist und wo ihre ganze Familie lebt, und das Ruhrgebiet, wohin sie das Studium, der Job und die Liebe gebracht haben.

 

Grete und Lore Bucket-Bag 1

 

Es gibt aber noch einen anderen Grund für die zwei Herzen in ihrer Brust: Eine Oma lebte und arbeitete im Sauerland, die andere war viel im Ruhrgebiet unterwegs. Oma Grete war Hauswirtschaftsmeisterin in Letmathe und hat zusammen mit ihrer Enkelin viel genäht, gestickt und gestrickt. Oma (Hanne)Lore und der Opa hatten eine Näherei und Stickerei in Iserlohn und verkauften die selbst hergestellten Pullover und Strickwaren auf Märkten quer durchs Ruhrgebiet. Nun wäre auch geklärt, woher Anne Kathrin ihre Leidenschaft für die Erstellung von Textilien hat.

 

Grete und Lore Bucket-Bag 4

 

Oma Lores Name bietet einen weiteren Anknüpfungspunkt zum Ruhrgebiet: Eine Lore ist schließlich auch das Transportmittel, was jahrhundertelang im Kohleabbau eingesetzt wurde. Dies setzte Anne Kathrins Schulfreundin Conny Maiwald von der Medieagentur „Mai-Lädchen“ in Iserlohn gekonnt bei der Erstellung des Logos um: Das „L“ stellt eine halbe Lore aus dem Bergbau dar und das gesamte Wort ist gradlinig wie das Design der Taschen. „Grete“ ist ein geschwungener Schriftzug, der an die Berge des Sauerlandes erinnert, passend zu den liebevollen Details an allen Produkten.

Logo Grete & Lore

 

Grundsatz Nachhaltigkeit: Kork und (Kunst)leder

 

Kork kennt man in Deutschland nur als Fußbodenbelag oder vom klassischen Weinkorken. In Portugal hingegen sind seine Vorteile schon lange bekannt: Es ist wie Leder zu nutzen, superleicht, wasserabweisend und strapazierfähig und fühlt sich wunderbar an. Und das Beste daran ist, dass für dieses vegane Naturprodukt noch nicht mal ein Baum sterben muss. Nur die Rinde der Korkeiche wird verwendet und kann anschließend wieder nachwachsen, ehe sie wieder abgeerntet wird. Besonders Männer, die ihn aus baulichen Zusammenhängen kennen, sind häufig erstaunt, was man mit diesem Material so alles machen kann. Das verwendete Kunstleder wächst zwar nicht von selbst nach, aber auch hierfür muss weder Tier noch Pflanze sterben.

 

 

Ein weiterer Aspekt ist das Thema „Vielseitigkeit“. Anne Kathrin Köpke hat das anfängliche Schnittmuster der „Bucket Bag“ so überarbeitet, dass sie sowohl als Tasche als auch als Rucksack genutzt werden kann. Statt zwei Teilen brauchst du künftig nur noch eins – sofern du nicht eine passionierte Handtaschen-Sammlerin bist. In diesem Fall kannst du noch einen Blick auf die verschiedenen Varianten werfen, die Anne Kathrin mithilfe des Feedbacks ihrer Kunden entwickelt hat: Die „Bucket Bag“ gibt´s in zwei Größen, daneben die „Shopping Bag“ und die „Waist Bag“. Bei allen kannst du aus drei Korkvarianten und vielen Varianten des Kunstleders deine eigene Lieblingstasche auswählen.

 

 

Möglich ist dies im neuen Online-Shop unter www.gretelore.de. Für diejenigen, die die „Grete & Lore“-Taschen lieber erstmal in die Hand nehmen und ordentlich knautschen möchten, besucht Anne Kathrin Köpke zusammen mit ihrem Freund, der die Seite MyNewSocks.de betreibt, Design- und Handmade-Märkte in ganz Deutschland. Am zweiten und dritten Dezember-Wochenende wird sie auf dem „Barendorfer Weihnachtsmarkt“ in Iserlohn sein; ganz in der Tradition von Oma Lore, die bei Wind und Wetter durchs Ruhrgebiet gefahren ist, um dort die eigenen Strickwaren zu verkaufen…

 

Grete und Lore Messestand

 

Innerhalb eines Jahres ist Anne Kathrin Köpke mit ihren Kork-Taschen so erfolgreich geworden, dass sie mit dem Nähen neben ihrem Vollzeit-Hauptjob kaum noch hinterherkam. Inzwischen hat sie eine Näherei in Berlin gefunden, die zusätzlich Taschen für „Grete & Lore“ herstellt, und ihr erste Schritte im „B2B-Bereich“ („Business to Business“: Verkauf an Unternehmen und Geschäfte) ermöglicht. Anne Kathrin wird aber weiternähen, besonders die selbst zusammengestellten Taschen, denn es ist und bleibt nun mal ihre Leidenschaft!

 

IMG_2985

 

„Grete & Lore“, Duisburger Straße 285, 47198 Duisburg

www.gretelore.de

www.mai-lädchen.de

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