AUF DEM VERWUNSCHENEN DACHBODEN…

ODER: ANTIQUITÄTEN ALLER ART AUF 900 QUADRATMETERN IN ALLENDORF

 

Eine Mischung aus „Alt“ und „Neu“ – das hat mir in Bezug auf Gebäude und Einrichtung schon immer besonders gut gefallen. Wer auf der Suche nach „Neuem“ ist, hat unendlich viele Möglichkeiten, das gewünschte Objekt nach Belieben auszuwählen und an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Ob von der Stange oder handgefertigtes Unikat, ob im Einrichtungshaus, Künstler-Atelier oder Online-Shop gefunden, eine zielgerichtete Suche führt in den meisten Fällen zum Erfolg…

Bei dem anderen Part, „Alt“, ist das mit der Auswahl und Realisierung der genauen Vorstellungen meist nicht so leicht. Mit Glück findet man auf Omas Dachboden zwei, drei Vasen oder alte Holzstühle; ansonsten muss man sich mit dem zufrieden geben, was eben da ist.

Wie gut, dass sich da Menschen die Mühe machen, viele alte Sachen zu sammeln und dem Kunden als vielfältiges Angebot zur Verfügung zu stellen. So hat man tatsächlich Alternativen und kommt vielleicht ganz nah an seine Wunschvorstellung ran! Also, auf zu solchen Sammlungen…

 

 

In Sundern-Allendorf finden sich bei Ortsdurchfahrt direkt an der Bundesstraße zwei antike Stühle. Folgt man diesen „Wegweisern“, stößt man direkt neben der St. Antonius Kirche auf das Mekka für Antikes im Sauerland: Seit gut drei Jahrzehnten präsentiert Lothar Futter auf neunhundert Quadratmetern hier ein wirklich riesiges Sortiment authentischer Antiquitäten.

 

Der Laden

Aufgeteilt auf drei offen miteinander verbundene Räume werden hier besondere Schätze der Geschichte präsentiert. Aus verschiedenen Jahrzehnten und teilweise auch Jahrhunderten findet man hier elegante Möbel, feines Porzellan, edle Haushaltsgegenstände aus echtem Silber, Fingerhüte, Krawattennadeln, Bilder, Spiegel, Taschenuhren, sakrale Figuren, historische Zeugnisse, einen kleinen Teil der knapp 100.000 Postkarten (mit den restlichen fährt Herr Futter gelegentlich auch zu Postkartenbörsen) und allerlei andere Gegenstände, die Menschen besitzen können.

 

 

Lothar Futter löst nämlich ganze Haushalte auf. Und weil diese von den unterschiedlichsten Personen aus den verschiedensten Berufsgruppen stammen, ist die Vielfalt seines Angebotes nun mal so groß. Jedes Objekt erzählt seine Geschichte und darf daher nicht einfach aussortiert werden! Lothar Futter war bei der Einrichtung übrigens so konsequent, dass selbst seine Ladentheke ein langes Vorleben in einem Arnsberger Geschäft hatte. Den neuen Zeiten hat er sich allerdings auch nicht ganz verschlossen, betreibt er doch auch noch eine virtuelle Ladentheke in seinem Online-Shop.

 

Die Werkstatt

Durch seine Werkstatt und eigene Abbeizanlage ist Lothar Futter auch in der Lage, Möbelstücke aufzuarbeiten und zu restaurieren. Ebenso können bei ihm erworbene Objekt entsprechend den Kundenwünschen angepasst werden, sofern das Objekt dies hergibt. Allerdings blutet dem passionierten Antiquitäten-Liebhaber schon das Herz, wenn er einem zweihundert Jahre altem Tischchen die Beine kürzen muss, weil es so besser in einen bestimmten Wohnraum passt…

 

 

Die Scheune

Ebenso wie der Dachboden versprüht auch die Scheune einen ganz besonderen Charme und lässt den Betrachter in eine nostalgische Stimmung verfallen. Unzählige Möbelstücke und Alltagsgegenstände längst vergangener Tage sind hier untergebracht. Das Einzige, was hier als wirklich neu ins Auge sticht, ist das „Allendorfer Rad der Geschichte“. Dies hat Lothar Futter eigens für das Stadtfest gestaltet und gebaut.

 

 

Der Dachboden

Alles andere war wirklich toll, aber das absolute Highlight kommt jetzt: Der zweigeschossige Dachboden. Man weiß zunächst gar nicht, wo man hinsehen soll, wenn man ihn betritt. So vielfältig, so besonders, so alt, so verwunschen, so groß, so schön… Heißt, man muss sich in jedem Fall viel Zeit nehmen, um alles zu sehen und das Geeignete auszuwählen. Aber dafür hat man auch hier wieder eine unglaubliche Auswahl in den verschiedensten „Objekt-Kategorien“: Wer hier nicht fündig wird, ist selbst Schuld!

 

 

Als besonders kreativ bei der Innengestaltung beurteilte ich die aus gestapelten Scheiten gestaltete Holzwand. Allerdings ist es nur Herrn Futters Art, das Holz für den Winter zu lagern 😉

 

Eine kleine Ecke des Dachbodens beherbergt allerdings doch auch „Neues“: Hier bietet Lothar Futter in Zusammenarbeit mit seiner Tochter Dekoration und Schmuck an. Die liebevolle Gestaltung und stimmige Präsentation der Objekte setzt sich hier aber fort, sodass eine wunderbare Ergänzung des vorhandenen Sortiments entsteht – eben die von mir heiß geliebte Mischung aus „Alt“ und „Neu“.

 

 

Neben der Individualität und Geschichtsträchtigkeit der antiken Einrichtungsgegenstände erfüllen diese noch einen ganz anderen Aspekt: Nachhaltigkeit. Sie haben bereits ein oder mehrere Menschengenerationen „überlebt“, da stehen die Chancen gut, dass sie noch eine oder viele weitere überstehen. Bei ihrem Bau wurde – anders als bei heute gebauten Möbeln, die auf ständigen Austausch ausgelegt sind – eben auch besonders auf Langlebigkeit und Qualität geachtet.

 

Wer eine Antiquität erwirbt, würde diese auch nicht einfach auf den Sperrmüll werfen, wenn mal was kaputt geht (wir erinnern uns: Lothar Futter kann auch restaurieren!). Das alles spricht doch für einen wertschätzenden Umgang mit den Dingen um uns herum, die dem voranschreitenden „Einweg“-Trend entgegenwirkt!

 

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Antiquitäten Lothar Futter

Halmersreihe 9

59846 Sundern-Allendorf

Tel.: 02393/1450

http://www.antik-futter.de

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