DAS „OKAMI“ ERÖFFNET BALD

ODER: WENN EIN ALTES HAUS EINEN NEUEN GESCHMACK BEKOMMT…

Du gehst mitten durch Altenhundem, das Rathaus direkt vor Augen, Autos ziehen vorbei, Menschen sind unterwegs – und gegenüber steht ein Haus, das schon so einige Geschichten erlebt hat. Der Hof Cordes-Laken gehört irgendwie einfach hierher. Früher wurde in der Gastwirtschaft eingekehrt, gefeiert und zusammengesessen, in den vergangenen Jahren zog italienischer Duft durch die Räume. Und schon bald beginnt hinter den vertrauten Mauern wieder ein ganz neues Kapitel… Dieses Mal führt die kulinarische Reise deutlich weiter Richtung Osten. Wo zuletzt Pizza auf den Tellern lag, werden künftig Sushirollen angerichtet, Lachs trifft auf Reis, Sojasauce und Wasabi und aus der ehemaligen Pizzeria wird ein vietnamesisch-asiatisches Restaurant. „Okami“ heißt der neue Ort, mit dem Thi Thuong Nguyen in wenigen Wochen mitten in Altenhundem an den Start gehen möchte. Zeit also, schon einmal einen Blick hineinzuwerfen und herauszufinden, was er mit dem „Okami“ im Hof Cordes-Laken vorhat:

Vom Norden ins Sauerland

Sushi ist für Thi Thuong Nguyen längst kein Neuland. Er kommt aus der Gegend rund um Hamburg und hat dort bereits mehrere Sushi-Restaurants eröffnet. Irgendwann entstand die Idee, die kleinen Rollen auch ein ganzes Stück weiter südlich auf die Teller zu bringen. Genauer gesagt mitten ins Sauerland. Hier möchte er seine Erfahrung nutzen und auch die Sauerländer mit der Küche Asiens verwöhnen. Zunächst in Altenhundem – und dabei soll es offenbar nicht bleiben. Auch für weitere Standorte gibt es bereits Ideen. Eslohe könnte zum Beispiel als Nächstes auf seiner kulinarischen Sauerlandkarte auftauchen.

Inzwischen hat Thi Thuong Nguyen nämlich nicht nur Gefallen an der Region gefunden, sondern fühlt sich hier richtig wohl. Er schätzt die Ruhe, die Natur und die Landschaft. Vor allem aber sind es die Menschen, die ihm das Ankommen leicht gemacht haben. Und von denen ist er ziemlich überzeugt. Und zwar davon, dass sie Lust auf Sushi haben.

Dass Altenhundem nun an der Reihe ist, kommt nicht ganz überraschend. Schon länger war Thi Thuong Nguyen auf der Suche nach einer passenden Location in Lennestadt. Nur eben nicht nach irgendeiner. Als er erfuhr, dass die Pizzeria im Hof Cordes-Laken schließen würde, war sein Interesse sofort geweckt. Denn eigentlich bringt das alte Haus ziemlich viel von dem mit, was er gesucht hat: Du bist hier mitten in Altenhundem und trotzdem ein kleines bisschen heraus aus dem Trubel. Der Hof liegt in einem verkehrsberuhigten Bereich und direkt vor der Tür gibt es ordentlich Platz. Besonders im Sommer dürfte der noch interessant werden, denn die großzügige Terrasse bietet reichlich Gelegenheit, dein Sushi irgendwann auch draußen zu genießen.

Ein alter Hof mitten im Ort, eine Terrasse vor der Tür und dahinter jede Menge Platz für ein komplett neues gastronomisches Kapitel. Passt.

Aus Baustelle wird „Okami“

Im Moment brauchst du allerdings noch ein bisschen Fantasie, wenn du durch die Tür gehst. Seit Anfang September wird hier fleißig gewerkelt. Und zwar nicht nur ein bisschen gestrichen und dekoriert. Bis zur geplanten Eröffnung bleiben gerade einmal knapp drei Wochen und bis dahin soll sich noch einiges tun… Das „Okami“ verteilt sich auf zwei abgetrennte Gasträume und einen großzügigen Bereich rund um die Theke. Und nahezu alles wird von Grund auf angepackt und neu gestaltet. Im Augenblick ist das eben vor allem eines – eine Baustelle. Doch wenn du zwischen Werkzeug, Arbeiten und unfertigen Bereichen stehst, kannst du schon erahnen, was hier entstehen soll. In wenigen Wochen sollen die Bauarbeiten verschwunden, die Räume fertig eingerichtet und die Tische bereit für die ersten Gäste sein. Dann sieht das Ganze ziemlich anders aus. Und vor allem wird es richtig schön für dich.

Thi Thuong Nguyen folgt bei seinen Restaurants einem Konzept, das sich an den verschiedenen Standorten wiederholt. Ganz identisch kann es allerdings nie werden. Schließlich bringt jedes Gebäude seine eigenen Voraussetzungen mit. Und ein Haus wie der Hof Cordes-Laken erst recht. Gerade die alten Mauern machen die Planung besonders spannend – und manchmal eben auch ein bisschen komplizierter. Hier lässt sich nicht einfach irgendein fertiges Restaurantkonzept über die Räume legen. Stattdessen muss es sich dem Gebäude anpassen. Die Aufteilung der Räume, der Charakter des alten Hauses – all das fließt in die Gestaltung ein. Vielleicht ist es am Ende genau diese Mischung, die das „Okami“ in Altenhundem von den anderen Standorten unterscheidet. Das Konzept bleibt erkennbar, aber der Ort bestimmt mit, wie es sich anfühlt. Und dann fehlt eigentlich nur noch das Wichtigste. Das Essen.

Wenn du Sushi liebst, kannst du dich hier vermutlich ziemlich lange durch die Karte probieren. Denn im „Okami“ soll Sushi in allen möglichen Varianten auf den Tisch kommen. Alles wird frisch zubereitet, hausgemacht und von Hand gerollt. Ganz klassisch kannst du dich durch Maki-Rollen und Nigiri probieren, dazu kommen Okami-Kreationen, Inside Out Rolls, Futo Maki und Sashimi. Wenn du es etwas üppiger magst, könnten die Crunchy Tempura-Rollen dein Ding sein. Und falls du Sushi lieber aus der Schüssel statt mit der Rolle vor dir hast, stehen auch Sushi-Bowls auf dem Plan. Das könnte also einer dieser Restaurantbesuche werden, bei denen du ziemlich lange auf die Karte schaust. Nicht weil du nichts findest. Sondern weil du dich nicht entscheiden kannst.

Beim Sushi hört die Reise nämlich längst nicht auf. Das „Okami“ soll gleichzeitig vietnamesische und asiatische Küche nach Altenhundem bringen. Und spätestens hier wird die Speisekarte noch einmal ein ganzes Stück abwechslungsreicher. Du kannst mit einer Miso-Suppe starten, Seetangsalat probieren oder dich an frittierten japanischen Tofu wagen. Dazu kommen Gerichte wie „Hanoi Pho“ – dünn geschnittenes Hühnchen mit Udon-Nudeln. Und bitte noch ein bisschen Platz lassen. Denn auch beim Nachtisch bleibt es asiatisch. Matcha-Eis oder gebackene Banane könnten dafür sorgen, dass du ausnahmsweise nicht bei deinem üblichen Dessert landest. Wobei das sowieso ziemlich gut zum „Okami“ passt. Einfach mal etwas anderes bestellen… Das gilt übrigens auch fürs Glas. Natürlich bekommst du im „Okami“ die bekannten Klassiker. Aber wenn du schon einmal hier bist, kannst du dich eigentlich auch bei den Getränken ein bisschen weiter durch Asien probieren. Geplant sind hausgemachte Limonaden, Lassi und vietnamesischer Kaffee. Dazu kommen Cocktails und sogar Bambusschnaps. Und mal ehrlich – Cola kannst du schließlich überall trinken. Wenn auf der Karte schon Dinge stehen, die du vielleicht noch nie probiert hast, darf das Glas ruhig genauso interessant werden wie der Teller.

Und vielleicht ist es am Ende genau dieser Kontrast, der das „Okami“ so spannend macht. Ein traditionsreiches Haus mitten im Sauerland, eine alte Gastwirtschaft und plötzlich Sushi. Wo über viele Jahre Menschen eingekehrt sind, wo gefeiert, gegessen und zusammengesessen wurde und zuletzt Pizza serviert wurde, rollen bald Maki und Inside Out über die Teller… Alt trifft auf neu. Altenhundem trifft auf asiatische Küche. Und ein Ort, den viele noch von früher kennen, bekommt wieder einmal ein völlig neues Gesicht.

Noch musst du dich allerdings ein kleines bisschen gedulden. Hinter den Türen wird weiterhin gebohrt, gebaut, renoviert und vorbereitet. Die Tische sind noch nicht gedeckt und die ersten Sushirollen noch nicht serviert. Aber lange dauert es nicht mehr. Bis zum 1. Oktober soll aus der Baustelle das „Okami“ werden. Und dann kannst du selbst herausfinden, wie gut Sushi und der Hof Cordes-Laken zusammenpassen.

Okami Lennestadt, Thi Thuong Nguyen, Helmut-Kumpf-Straße 14, 57368 Lennestadt

https://www.instagram.com/okami_lennstadt

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Die Fotos von den Speisen wurden mit freundlicher Unterstützung von Thi Thuong Nguyen zur Verfügung gestellt.

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