ODER: EINE BÜHNE FÜR JUNGE UNTERNEHMEN…
Manchmal beginnt etwas Großes mit einem ziemlich kleinen Gedanken. Einer Idee, die dir beim Autofahren durch den Kopf schießt, abends auf dem Sofa plötzlich wieder auftaucht oder schon seit Monaten irgendwo in deinen Notizen schlummert. Irgendwann hast du dann den entscheidenden Schritt gemacht, aus diesem Gedanken tatsächlich etwas Eigenes werden lassen und dich getraut, loszulegen. Und genau dieser Mut soll jetzt in Lennestadt und Kirchhundem sichtbar werden. Denn hinter jeder Gründung steckt schließlich viel mehr als eine gute Idee. Da sind lange Abende, unzählige Gedanken, kleine und große Entscheidungen, jede Menge Herzblut und wahrscheinlich auch der eine oder andere Moment, in dem nicht alles nach Plan läuft… Genau diese Geschichten suchen die Stadt Lennestadt, die Gemeinde Kirchhundem, die „Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem“ und der „Raum der Ideen“ jetzt mit ihrem gemeinsamen Gründerpreis. Aufgerufen sind Gründerinnen und Gründer, die in den Jahren 2024, 2025 oder 2026 gestartet sind und mit ihrer Idee etwas Eigenes auf die Beine gestellt haben. Vielleicht hast du also gerade erst eröffnet, gegründet, übernommen oder deine Idee Wirklichkeit werden lassen. Vielleicht steckst du noch mitten in dieser aufregenden Anfangszeit. Dann könnte es jetzt an der Zeit sein, zu zeigen, was in deiner Idee steckt – und wie viel Unternehmergeist hier bei uns in der Region zu Hause ist:
Machen ist besser als träumen
Einer, der ziemlich genau weiß, wie sich diese ersten Schritte in die Selbstständigkeit anfühlen, ist Lars Meyer. Seit zwölf Jahren begleitet der Lennestädter mit seiner CLM junge Unternehmerinnen und Unternehmer. Und wenn du dir die Zahlen anschaust, ist da inzwischen einiges zusammengekommen. 660 Gründungen hat er mit seinem Team bereits begleitet, 4330 Karrierecoachings durchgeführt und 280 Unternehmen beraten… Vor allem aber hat Lars in all den Jahren immer wieder erlebt, was Menschen brauchen, wenn aus einer Idee plötzlich Ernst wird. Jemanden, der zuhört. Der die richtigen Fragen stellt. Der vielleicht auch mal einen Gedanken in eine ganz andere Richtung schubst. Und einen Ort, an dem Ideen nicht gleich danach beurteilt werden, warum etwas nicht funktionieren könnte. Genau so einen Ort hat er mit dem „Raum der Ideen“ in Altenhundem geschaffen. Eine besondere Denkwerkstatt, in der Menschen zusammenkommen, Pläne schmieden, Unternehmen weiterentwickeln und aus ersten Gedanken ganz konkrete Projekte machen können.

Und irgendwie passt es ziemlich gut, dass auch die Idee für den Gründerpreis nicht in einem großen Sitzungssaal oder während eines offiziellen Strategietermins ihren Anfang nahm, sondern eher zufällig: Im Juli 2025 war Lars in Düsseldorf, wo er inzwischen lebt, unterwegs und traf dort in einem Brauhaus auf Heinz-Jörg Reichmann, den Vorstandsvorsitzenden der „Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem“. Eigentlich hätten die beiden gar keinen Grund gehabt, an diesem Abend schon Geschäftliches zu besprechen. Schließlich stand für den nächsten Tag ohnehin ein gemeinsamer Termin im Kalender. Doch manchmal entstehen die besten Ideen eben genau dann, wenn sie noch gar nicht auf der Tagesordnung stehen.

Am nächsten Tag wurde weitergesprochen, über Gründungen in der Region, über Menschen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, und darüber, wie wichtig es ist, genau diesen Menschen eine Bühne zu geben. Und irgendwann war da plötzlich die Idee für einen Gründerpreis. Nicht als riesiges Spektakel, sondern als kleiner Beitrag für etwas, das im Alltag manchmal viel zu schnell untergeht. Gründerinnen und Gründer sichtbar zu machen. Zu zeigen, welche Ideen direkt vor unserer Haustür entstehen. Und den Mut zu würdigen, den es braucht, um aus einem Plan tatsächlich ein Unternehmen werden zu lassen.

Die „Sparkasse A-L-K“ war dabei und stellt 1.500 Euro Preisgeld zur Verfügung. Zusammen mit der Stadt Lennestadt und der Gemeinde Kirchhundem wurde aus der ersten Idee nach und nach ein gemeinsames Projekt. Rund ein Jahr wurde geplant, überlegt und organisiert. Und jetzt ist es tatsächlich so weit:
Mut wird belohnt
Vielleicht liest du diesen Text gerade und merkst längst, dass das ziemlich gut zu dir passen könnte. Dann ist die Bewerbung bewusst so unkompliziert gehalten, dass du dich nicht erst durch einen Berg aus Formularen kämpfen musst! Mitmachen kannst du, wenn du zwischen 2024 und 2026 gegründet hast und hauptberuflich in deinem Unternehmen arbeitest. Der erste Schritt führt ganz niederschwellig über die Homepage. Dort beantwortest du einen Fragebogen und erzählst ein bisschen über dich, deine Gründung und das, was deine Idee besonders macht. Und dann wird es spannend. Wenn du eine Runde weiterkommst, darfst du selbst vor die Kamera. Die Finalistinnen und Finalisten werden dazu aufgefordert, ein kleines Video zu erstellen und darin sich selbst und ihr Unternehmen vorzustellen. Kein Hochglanzfilm, sondern die Gelegenheit, den Menschen hinter der Gründung und natürlich die Idee selbst ein bisschen besser kennenzulernen.

Organisiert werden die gesamte Bewerbungsphase und der Gründerpreis gemeinsam von den vier Partnern. Und natürlich braucht es am Ende auch Menschen, die sich all die Bewerbungen anschauen und entscheiden, welche Idee besonders überzeugt. In der Jury sitzen Lennestadts Bürgermeister Tobias Puspas, Kirchhundems Bürgermeister Björn Jarosz, Heinz-Jörg Reichmann als Vorstandsvorsitzender der „Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem“, Sparkassen-Vorstandsmitglied Dirk Stenger, Lars Meyer und noch einige andere. Und ja, tatsächlich auch meine Wenigkeit. Ich darf ebenfalls in der Jury sitzen und werde mich gemeinsam mit den anderen bemühen, unter hoffentlich ganz vielen spannenden Bewerbungen die beste Idee zu finden. Wobei ich jetzt schon vermute, dass genau das am Ende gar nicht so einfach werden dürfte…

Wer schließlich ganz vorne liegt, entscheidet sich am 24. November. Ab 18.30 Uhr sind die Finalistinnen und Finalisten zur Preisverleihung in den Ratssaal des Rathauses in Altenhundem eingeladen. Dort bekommt die beste Gründung schließlich ihre Bühne – und natürlich den Gründerpreis. Mit dem Titel allein soll es allerdings nicht getan sein. Auf die Gewinnerin oder den Gewinner warten 1.500 Euro Preisgeld sowie Coaching- und Mentoringangebote. Unterstützung wird es auf jeden Fall vom „Raum der Ideen“ geben. Und vielleicht wächst genau dieser Teil in den kommenden Wochen sogar noch ein bisschen weiter. Denn wenn du selbst schon länger im Geschäft bist, Erfahrung mitbringst und dir vorstellen kannst, jungen Gründerinnen und Gründern mit einem Coaching, Mentoring oder einem anderen Angebot unter die Arme zu greifen, darfst du dich gerne melden. Je mehr Menschen ihr Wissen weitergeben und die jungen Unternehmen unterstützen, desto wertvoller wird am Ende schließlich nicht nur der Preis, sondern das ganze Netzwerk dahinter.

So etwas hat es bislang im Kreis Olpe noch nicht gegeben. Umso schöner wäre es natürlich, wenn gleich bei der Premiere sichtbar wird, wie viele spannende junge Unternehmen in Lennestadt und Kirchhundem in den vergangenen Jahren entstanden sind. Wenn du dazugehörst, dann versteck deine Idee also nicht! Bis zum 14. September kannst du dich für den Gründerpreis bewerben. Danach heißt es Daumen drücken – und vielleicht sehen wir uns tatsächlich am 24. November im Ratssaal in Altenhundem.

Und falls du diesen Text gerade liest, eine richtig gute Idee im Kopf hast, aber noch gar nicht gegründet hast, musst du dich übrigens nicht ärgern. Der Gründerpreis soll keine einmalige Sache bleiben, sondern künftig regelmäßig vergeben werden. Vielleicht steht beim nächsten Mal dann ja dein Name auf der Bewerbung…

https://www.sparkasse-alk.de/gruenderpreis
Die Fotos mit Ausnahme der drei Bilder von Lars wurden mit freundlicher Unterstützung von Lars Meyer zur Verfügung gestellt.
