„WINNETOU“ JEAN-MARC BIRKHOLZ IST ZURÜCK AUF DER BÜHNE

ODER: ENDLICH WIEDER DA…

Wenn du häufiger auf „Zauberhaftes Sauerland“ mitliest, ist dir bestimmt aufgefallen, dass ich selten ein zweites Mal über das gleiche Thema berichte – es gibt einfach zu viel Neues zu entdecken! Mit einer Ausnahme: Dem inzwischen fast schon zur Tradition gewordenen Sommer-Interview mit „Winnetou“ Jean-Marc Birkholz, der mir nun zum fünften Mal Rede und Antwort gestanden hat… Ob das nicht langweilig wird!? Ganz bestimmt nicht, denn Jean-Marc hat immer wieder Neues zu berichten, mag das Sauerland mindestens genauso sehr wie ich und findet einfach für jede Situation die passenden Worte! Glaubst du nicht!? Dann lies selbst:

Ich genieße es so sehr, wieder hier zu sein

Dass wir uns heute hier treffen und über „Elspe Festival“ reden können, hat sich ja sehr kurzfristig ergeben: Erst Ende Mai kam die Nachricht, dass ihr als Modell-Projekt spielen könnt, am 02. Juli war schon Premiere. Blieb da überhaupt genügend Zeit, um die Koffer zu packen und zu proben?

Die Karl-May-Festspiele in Elspe sind eines meiner Herzens-Projekte im Jahr, daher gehe ich immer bis zuletzt davon aus, dass es stattfindet – so auch letztes Jahr, wo es dann leider anders kam. Dieses Jahr hieß es, dass die Möglichkeit zu spielen, groß ist. Aber es hätte natürlich ein neues Gesetz verordnet werden können, das alles gekippt hätte. Ich war auf die Spiele vorbereitet, habe aber auch mit dem Schlimmsten gerechnet. Die Koffer waren dennoch rechtzeitig gepackt. Unsere Proben-Zeit ist ohnehin immer sehr komprimiert; da wir ein eingespieltes Team sind, hat alles prima geklappt!

Worauf hast du dich am meisten gefreut, als klar wurde, dass es dieses Jahr tatsächlich klappt?

Ich habe meine Freunde vermisst. Über die Jahre sind viele Freundschaften im Sauerland gewachsen. Wie stark diese Bindungen sind, merkt man erst, wenn man ein Jahr darauf verzichten muss. Das Wiedersehen war in diesem Jahr umso herzlicher. Und ich habe mich sehr auf meine Blockhütte gefreut, in der ich so gerne meine Zeit verbringe, mit einem Kaffee auf der Terrasse sitze und auf die Berge schaue – diese Art des „Zu-Sich-Kommens“ hat mir auch gefehlt.

Nachdem du einige Jahre mit Kai Noll als „Old Shatterhand“ gespielt hast, ist in diesem Jahr mit Martin Krah ein neuer Co-Hauptdarsteller an deiner Seite. Kanntet ihr euch schon vorher, und hat sich auch hinter der Bühne eine Blutsbrüderschaft entwickelt?

Nein, vorher kannten wir uns nicht, ich habe Martin zum ersten Mal beim Fototermin für die Werbung des neuen Stückes gesehen. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und sind auf dem besten Weg, auch hinter der Bühne Blutsbrüder zu sein.

Wahrscheinlich ist Karl May immer noch so populär, weil er Werte transportiert, die auch heute noch wichtig sind. Welche Botschaft hat „Der Ölprinz“ für uns?

Bei Karl May, wie wir ihn spielen, geht´s ja immer darum, dass das Gute das Böse besiegt. Beim Ölprinzen ist das genauso, er verkörpert das Böse, die Falschheit, die Gier, die Verführbarkeit, die Skrupellosigkeit, und diesem Treiben wird durch Winnetou und Old Shatterhand ein Ende gesetzt. Es triumphiert das Gute – wie immer! Und so soll es ja auch sein…

Natürlich gibt es in diesem Jahr viele Corona-Maßnahmen, und jetzt musste auch zum ersten Mal in der Geschichte vom „Elspe Festival“ ein Auftritt wegen Starkregen abgesagt werden. Wie ungewöhnlich nimmst du diese Saison wahr?

Anfangs war es sehr ungewohnt , dass nur noch die Hälfte der Zuschauer auf den Rängen Platz nehmen darf; daran gewöhnt man sich aber recht schnell. Als aber die Vorstellung letzte Woche wegen Starkregen und Unwetter abgesagt werden musste, hatte ich einen Kloß im Hals! Wenn man die Schäden an der Bühne gesehen hat, war das auch die einzig richtige Entscheidung. Seit ich in Elspe spiele, gab es das noch nie. Da werden Gedanken über den Klimawandel plötzlich real.

In den letzten Wochen habe ich dich bei einigen Interviews im Fernsehen gesehen, und auch von zahlreichen Zeitungen und Magazinen wurdest du Vieles gefragt… Gibt es eine Frage, die dir nicht gestellt wurde, die du aber trotzdem gerne beantworten möchtest?

Du hast recht, das Interesse der öffentlichen Medien war groß! Das zeigt, dass die Bühne nicht nur uns im Corona-Jahr gefehlt hat. Ein Gefühl der Solidarität. Ich wurde vieles gefragt, auch über meine eigene Corona-Erkrankung. Daher wüsste ich tatsächlich keine Frage, die mir nicht in den letzten Wochen gestellt wurde…

Du hast mir ja schon häufiger erzählt, dass du sehr gerne im Sauerland bist und hier bereits viele Orte erkundet hast. Hattest du dieses Jahr auch schon Gelegenheit, etwas Neues im Sauerland zu entdecken?

Bis jetzt war ich jeden Tag in Elspe eingespannt, so dass ich noch gar nicht dazu kam. Es fühlt sich immer noch unwirklich an, wieder in der vertrauten Umgebung zu sein, ich komme gerade erst wieder richtig an…. In den letzten Jahren bin ich an spielfreien Tagen immer umhergefahren, habe mir vieles angeschaut; jetzt gerade versuche ich, einfach das „Dasein“ zu genießen, mit den Freunden und den Pferden. Aber die Saison ist ja auch noch lange nicht vorbei, mal schauen, wohin es mich noch verschlägt…

Da wird sich im Laufe des Sommers garantiert noch etwas finden, das du für dich entdecken kannst, lieber Jean-Marc. Und vielleicht berichtest du uns im nächsten Jahr davon, denn schon jetzt freue ich mich sehr auf das sechste Interview mit dir!

https://www.jeanmarcbirkholz.de/

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Die Bühnen-Fotos von Winnetou wurden mit freundlicher Unterstützung von folgenden FotografInnen zur Verfügung gestellt: Sandra Schnüttgen (2x Winnetou auf dem Pferd), Nadine Schmenger (Winnetou und der Ölprinz), Regine Kinder (Winnetou und Old Surehand) und Jean-Marc Birkholz (Winnetou aus nächster Nähe).

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