ODER: EINMAL KULTKNEIPE, IMMER KULTKNEIPE…
Bestimmt hast auch du noch viele schöne Erinnerungen an deine Jugendzeit!? Dinge, die du erlebt hast, Menschen, mit denen du zusammen warst, Orte, die du gerne besucht hast… Doch was, wenn es diese Orte plötzlich nicht mehr gibt? Klar, die Erinnerungen kann dir keiner nehmen, aber es ist doch schön, zurückzukehren und die alten Zeiten wieder aufleben zu lassen! Und deshalb hat es einen ganz besonderen Wert, dass Murat und Cem Ercan aus Lennestadt-Altenhundem beschlossen haben, dass das „Ilot“ weiterleben soll – denn in dieser Kultkneipe haben ganze Generationen unvergessliche Nächte verbracht:
Über Generationen
Ja, ich werde nicht müde, die Vorzüge von Altenhundem zu betonen – für mich einfach der lebenswerteste Ort der Erde… Doch zugegeben, in der Gastronomie wäre hier ziemlich tote Hose, wenn es ihn nicht geben würde: Andi Cordes, der seit vier Jahrzehnten (nicht nur) dafür sorgt, dass du dein Feierabend-Bier in gemütlicher Runde trinken kannst!

1980 eröffnete das „Ilot“ – die kleine Insel – in den Höfen, vier Jahre später übernahm Andi Cordes die Location von Jochen Schulte und Kalli Dickel. Es war seine erste eigene Kneipe, er selbst wurde zur festen Institution im Ort: Ob Schützenfest oder Meisterfeier des FC, ob Karneval oder Weihnachtsmarkt, ob Stufenfete oder Fußball-WM – jedes Ereignis wurde fortan im „Ilot“ gefeiert.




Wie viele Abende Andi hinter der Theke verbracht hat, kann nur noch grob geschätzt werden: Es dürften auf jeden Fall mehr als 6.000 gewesen sein. Schließlich führte der Wirt aus Leidenschaft das „Ilot“ von 1984 bis 2016, erhielt dabei viel Unterstützung, besonders von seiner Frau Moni und Maik Schröder, der zwischenzeitlich auch die Geschäftsführung übernahm.

Ein vertrautes Gesicht hinter der Theke, das war ihnen wichtig, doch zugleich sollte auch die gastronomische Landschaft in Altenhundem noch bunter werden. Und so eröffneten Moni und Andi 2009 das „Ambiente am Markt“, 2015 kam das „Needles & Pins“, in dem Maik die Geschicke leitet, hinzu – drei Kneipen wurden dann einfach doch zu viel.

Und so beging Andi seinen letzten Abend im „Ilot“ eher vor als hinter der Theke, wurde von vielen Stammgästen mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedet – unter ihnen auch zwei Brüder, die hier schon unzählige schöne Stunden verbracht hatten:
Zum Schützenfest geht´s los
Wilde Zeiten waren es, die Murat und Cem Ercan im „Ilot“ erlebt hatten… Als zwei Inhaberwechsel später bekannt wurde, dass die Kultkneipe ihre Türen für immer schließen sollte, kam das für die Beiden überhaupt nicht in Frage. Altenhundem braucht eine Kneipe – das gilt für ihre Generation wie auch für die nachfolgende. Wenn der Laden erstmal geschlossen, die Konzession verloren wäre, dann wäre das das Ende der Kultkneipe. So war der Entschluss schnell gefasst: Mit Unterstützung ihrer Familien wollten sie das „Ilot“ wieder zum Leben erwecken.

Am vergangenen Freitag unterschrieben sie den Kaufvertrag beim Notar, seitdem sind sie täglich fleißig am Werk, denn die Toiletten und die Küche sollen renoviert, der Biergarten verschönert und der Eingangsbereich mit neuem Fußboden ausgestattet werden, bis am nächsten Freitag die ersten Gäste kommen. Ja, richtig gehört, schon am Schützenfest-Freitag , 12.07., soll gemeinsam die Fahne gehisst und dann das Wochenende durchgefeiert werden – genau so, wie du es eben vom „Ilot“ kennst.

Anschließend werden Murat und Cem sich noch ein paar Gedanken um ihr Konzept machen, kleine Änderungen am Logo vornehmen, eine Homepage einrichten und den Winter für die Neugestaltung des Innenraums nutzen, aber darauf kommt es ja nun wirklich nicht an… Hauptsache, das „Ilot“ ist gerettet und du kannst wieder feiern gehen – denn einmal Kultkneipe, immer Kultkneipe!
Ilot, Murat und Cem Ercan, In den Höfen 1, 57368 Lennestadt
https://www.instagram.com/ilot.diekultkneipe/
Die Fotos vom „alten“ Ilot wurden mit freundlicher Unterstützung von Andi Cordes zur Verfügung gestellt.
