DER „HEARTBEATRUNNER“ BJÖRN PICKER LÄUFT WIEDER

ODER: WEIL ES VON HERZEN KOMMT…

Manche Menschen laufen einfach, um fit zu bleiben. Andere laufen, um den Kopf freizubekommen. Und dann gibt es jemanden wie Björn Picker. Fünf Jahre ist es her, da hat der Weltringhauser sein Projekt „Heartbeatrunner“ ins Leben gerufen. Fünf Jahre voller Kilometer. Voller Schweiß. Voller Begegnungen. Und vor allem voller Herz. Was seine Geschichte so besonders macht? Björn läuft nicht nur für sich. Er läuft für andere. Für den guten Zweck. Für Menschen, die Unterstützung brauchen. Jeder Schritt wird zur Spende. Jeder Kilometer zur Botschaft. Und das alles mit einem Herzschrittmacher. Ja, du hast richtig gelesen. Während viele – ja, da schließe ich mich ein – schon bei der kleinsten Ausrede die Laufschuhe wieder ausziehen, schnürt er sie umso fester. Nicht trotz, sondern mit seiner Geschichte. Nicht als Held, sondern als ganz normaler Typ aus Attendorn-Weltringhausen, der irgendwann entschieden hat, dass sein Herz mehr kann, als nur schlagen:

Eine echte Herzenssache

Björn kommt ursprünglich aus Kirchhundem. In jungen Jahren war er für einige Zeit Ordensmann bei den Pallottinern. Ein Weg, der viel mit Sinnsuche und Hingabe zu tun hatte. Irgendwann entschied er sich, andere Wege zu gehen – doch das Thema „Berufung“ zog sich weiter durch sein Leben.

Sport spielte dabei schon immer eine große Rolle. Bewegung war für ihn nie nur Hobby, sondern Ausgleich, Energiequelle, Lebensgefühl. Mit 21 Jahren dann der Einschnitt. Eine verschleppte Grippe. Eine Herzmuskelentzündung. Er hörte nicht richtig auf seinen Körper, machte weiter Sport. Bis sein Puls nachts bedrohlich absackte. Rettungswagen. Operation. Diagnose. Ein Herzschrittmacher wurde eingesetzt. Von heute auf morgen bekam sein Herz einen neuen Takt.

Viele hätten an diesem Punkt aufgehört. Sich geschont. Sich zurückgezogen. Björn nicht. Er machte weiter Sport – aber anders. Bewusster. Achtsamer. Er lernte, seine Grenzen zu kennen. Und sie zu akzeptieren. Der Herzschrittmacher bedeutete für ihn keine dauerhafte Einschränkung. Er bedeutete Verantwortung. Und er bedeutete eine zweite Chance.

Laufen war schon immer seins. Und in der Corona-Zeit, als vieles stillstand, entstand eine Idee. Wenn ich sowieso laufe – warum dann nicht für mehr? Warum nicht Menschen inspirieren, die vielleicht ebenfalls gesundheitliche Einschränkungen haben? Warum nicht zeigen, dass Diagnose nicht gleich Ende heißt? Und warum nicht gleichzeitig Spenden sammeln für gute Zwecke?

Der Name „Heartbeatrunner“ war schnell gefunden. Ein bisschen augenzwinkernd. Ein bisschen kämpferisch. Seine Frau Susanne und sein Umfeld standen sofort hinter ihm. So wurde aus einer Idee ein Projekt. Und aus dem Projekt eine echte Herzenssache:

Gemeinsam Gutes tun

2021 setzte Björn sich ein erstes großes Ziel. 1.000 Kilometer. Seine Fitnessuhr trackt jeden einzelnen Schritt. Am Ende wurden es 1.200. Und mit diesen Kilometern erlief er im ersten Jahr bereits 7.000 Euro für den Bundesverband Herzkranke Kinder e.V.. Doch dabei blieb es nicht. In den Folgejahren sammelte er Spenden für die Ukraine-Hilfe, für die Tafel, für das Kinderhospiz Balthasar. Die Projekte wählt er, wie könnte es anders sein, mit dem Herzen aus.

Schnell bekam er Aufmerksamkeit. Sponsoren unterstützten ihn – Privatpersonen genauso wie Unternehmen. Sogar das Magazin „Runner’s World“ berichtete über ihn. Insgesamt hat er inzwischen rund 20.000 Euro an Spenden und Sachleistungen gesammelt. Unterstützung kam auch aus der Sportwelt. Tobias Lautwein aus Wenden, Weltmeister im HYROX, einer Sportart, die funktionales Krafttraining mit Ausdauerlauf kombiniert, stand ihm zur Seite. Björn selbst stellte sich der Herausforderung und nahm an einem HYROX-Wettkampf auf der FiBo in Köln teil. Und er schaffte es.

Auch vom „Elspe Festival“ kam Support.  Winnetou-Darsteller Jean-Marc Birkholz engagiert sich seit einiger Zeit als Botschafter für Björns Projekt. Und wer ihn kennt, weiß: Wenn Jean-Marc sich für etwas einsetzt, dann mit voller Überzeugung. Und so stand er nicht nur symbolisch hinter dem „Heartbeatrunner“, sondern ganz konkret an der Startlinie. Mit klaren Worten, motivierendem Blick – und dem berühmten Startsignal für einen von Björns Läufen. Ein Moment, der Gänsehaut verursachte. Nicht wegen der Westernkulisse, sondern wegen der Botschaft dahinter: Hier geht es um mehr als Sport. Hier geht es um Mut, um Herz, um Zusammenhalt. Auch jetzt im Jubiläumsjahr steht Jean-Marc Birkholz an seiner Seite. Nicht als Showact, sondern als Unterstützer. Als jemand, der verstanden hat, dass „Heartbeatrunner“ keine sportliche Eitelkeit ist, sondern eine echte Herzensbewegung.

Denn ja, dieses Jahr ist ein besonderes. Und zugleich ein Abschied. Björn möchte sein Projekt „Heartbeatrunner“ nach fünf Jahren beenden. Nicht, weil ihm die Kraft ausgeht. Sondern weil fünf Jahre ein runder Abschluss sind. Doch bevor es so weit ist, stehen noch zwei große Events an: Am 11. April ab 9 Uhr läuft er rund um seinen Wohnort Weltringhausen einen Sechs-Stunden-Lauf. Sechs Stunden. Runde um Runde. Spenden sammelt er dabei für „Heart on Trails“, „Team André“ und erneut für das Kinderhospiz Balthasar.

Und am 20. September feiert Björn das fünfjährige Bestehen mit einem besonderen Nachmittag im Bürgerhaus „Alter Bahnhof“ in Attendorn. Ab 16 Uhr erwartet dich dort ein Vortrag der Weltklasse-Trailläuferin Rosanna Buchauer, eine Podiumsdiskussion und die feierliche Scheckübergabe. Du bist herzlich eingeladen.

Und was danach kommt? Das Projekt endet. Aber Björn wird weiterlaufen. Denn wer einmal gelernt hat, dass ein Herzschrittmacher kein Stoppschild ist, sondern ein neuer Rhythmus – der hört nicht einfach auf. Er läuft. Weil es von Herzen kommt.

https://www.instagram.com/heartbeatrunner_sauerland/

https://www.facebook.com/bjorn.picker.3/

Spenden: https://t1p.de/hwix3

Die Fotos mit Ausnahme der Bilder von Björn mit Jean-Marc und der drei Bilder von Björn in der blauen Jacke wurden mit freundlicher Unterstützung von Björn Picker zur Verfügung gestellt.

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