DAS „ELEO 1220“ VERBINDET TRADITION MIT EHRLICHEM GENUSS

ODER: SO SCHMECKT GRIECHENLAND…

Du glaubst, du weißt, wie griechische Küche schmeckt? Dann denk noch einmal kurz an Gyros mit Pommes, einen Klecks Tzatziki und vielleicht einen Ouzo aufs Haus. Genau dieses Bild hast du doch im Kopf, wenn du „zum Griechen gehst“, oder? Und genau hier fängt das „Eleo 1220“ in Neheim an, alles auf den Kopf zu stellen… Denn bei Laura und Evangelos Bochtis geht es nicht um das, was wir in Deutschland seit Jahrzehnten für griechisch halten, sondern um das, was in Griechenland tatsächlich auf den Tisch kommt. Die Küche ist inspiriert von den kulinarischen Köstlichkeiten der Region Preveza im Westen Griechenlands und lebt von kleinen, feinen Mezédes, hochwertigen Zutaten und Rezepten, die mehr mit Heimat als mit Klischees zu tun haben. Hier schmeckt nichts nach Massenabfertigung, sondern nach Olivenöl, Oregano, Geduld und echter Leidenschaft fürs Kochen. Im „Eleo 1220“ geht es darum, gemeinsam zu essen, zu probieren, zu teilen und sich Zeit zu nehmen. Wenn du einmal hier gegessen hast, merkst du schnell, wie weit echte griechische Küche von dem entfernt ist, was wir sonst so darunter verstehen. Und genau das macht diesen Ort zu etwas Besonderem:

Heimat statt Klischee

Dass Evangelos Bochtis diesen Weg geht, ist kein Zufall. Seine Eltern betreiben seit 38 Jahren das Restaurant „Akropolis“ in Unna, ein fester Bestandteil der dortigen Gastronomieszene. Evangelos ist mit dem Restaurant aufgewachsen, hat früh erlebt, was es heißt, Gastgeber zu sein. Vor zehn Jahren hat er das Familienrestaurant übernommen und nach und nach begonnen, Dinge zu verändern.

Vor vier Jahren ergab sich dann eine neue Möglichkeit. Ein Getränkelieferant erzählte ihm, dass die Neheimer Schützen einen neuen Pächter für das Lokal an der Jahnallee suchten. Ein zweites Restaurant? Eigentlich kein Thema. Evangelos und Laura wollten sich die Location lediglich ansehen, um sie einem Verwandten zu empfehlen. Ein paar Fotos machen, eine Einschätzung abgeben – mehr war nicht geplant. Doch dann standen sie plötzlich in diesen großen, offenen Räumen, die durch viel Licht eine besondere Atmosphäre ausstrahlen. Sie sahen den weitläufigen Biergarten, spürten die Ruhe der Lage und merkten schnell, dass dieser Ort etwas mit ihnen machte. Aus einem unverbindlichen Besuch wurde eine ernsthafte Idee. Am Ende eine Entscheidung aus dem Bauch heraus – und aus Überzeugung.

Der Name „Eleo“ ist dabei alles andere als zufällig. Er setzt sich aus den Namen der Kinder Eleonara und Leonidas zusammen und steht damit ganz bewusst für Familie. Die Zahl 1220 knüpft an die Geschichte des Hauses an. Früher hieß das Lokal „1220 Schwiedinghauser“, benannt nach dem Jahr, an dem die Liegenschaft erstmals erwähnt wurde. Diese Verbindung zur Tradition war Evangelos wichtig. Bis heute sind die Schützen die Verpächter und nutzen das „Eleo 1220“ für ihre Versammlungen.

2021 unterschrieben Laura und Evangelos den Vertrag, seit 2022 ist das „Eleo 1220“ geöffnet. Schon kurz darauf folgte die Teilnahme an „Mein Lokal, dein Lokal“. Dort traten sie mit ihrem eigenen Konzept an – authentisch, persönlich und bewusst anders. Genau so, wie sie auch im Alltag kochen:

Essen wie bei Freunden

Evangelos kennt die griechische Küche nicht aus Kochbüchern, er ist mit ihr und in ihr aufgewachsen. Er hat in Dresden „Internationales Hotel- und Gastronomiemanagement“ studiert, weil immer klar war, dass sein Weg immer in der Gastronomie liegen würde. Der Beruf ist anspruchsvoll, fordernd und oft dann am intensivsten, wenn andere Freizeit haben. Für Evangelos gehört das einfach dazu, er kennt es nicht anders und liebt die vielfältigen Aufgaben…

Gemeinsam mit Laura hat er bereits in Unna einen klaren Schnitt gemacht. Das Restaurant „Akropolis“ wurde Schritt für Schritt von einer stark eingedeutschten Speisekarte befreit. Schnitzel und Hawaii-Steak verschwanden, stattdessen zog die Küche ein, die Evangelos aus seiner Kindheit kennt. Auch im „Eleo 1220“ setzen die beiden auf diese Linie. Traditionelle Rezepte treffen auf moderne Ideen, ohne ihre Wurzeln zu verlieren.

Auf der Karte finden sich Gerichte wie Fetakäse im Filoteig mit Sesam und Honig, Käsekroketten mit Tomatenmarmelade oder Zucchinibällchen auf Tzatziki-Mousse. Vieles stammt aus Familienrezepten, anderes wurde neu interpretiert und weiterentwickelt. Die wechselnde Wochenkarte sorgt dafür, dass es immer wieder Neues zu entdecken gibt… Selbst Klassiker werden hier neu gedacht. Die „deconstructed Moussaka“ zum Beispiel spielt mit vertrauten Aromen, arrangiert sie aber anders, leichter und überraschender. Bekanntes bekommt eine neue Form, ohne seine Identität zu verlieren.

Die Verbindung zur griechischen Heimat endet im „Eleo 1220“ nicht bei Rezepten und Erinnerungen. Evangelos’ Großvater besitzt in Griechenland rund 200 Olivenbäume, deren Ernte bis heute in der Familie bleibt. Das daraus gewonnene Olivenöl wird nicht nur in der Küche des „Eleo 1220“ verwendet, sondern kann auch gekauft werden. Ein Stück Griechenland im wahrsten Sinne des Wortes – ehrlich, unverfälscht und mit einer Geschichte, die man schmeckt. Für Evangelos ist dieses Öl kein Produkt, sondern Herkunft. Und genau diese Herkunft landet hier auf dem Teller.

Das „Eleo 1220“ bietet Platz für bis zu 170 Gäste und liegt angenehm ruhig. Hier ist Raum für lange Abende, größere Runden und auch für besondere Anlässe. An Tagen wie Silvester oder Vatertag darf es auch mal lauter werden. Vier Kegelbahnen, regelmäßige Events und Feiern wie Hochzeiten gehören fest zum Konzept. Über soziale Medien informieren Laura und Evangelos über alles, was ansteht.

Auch wenn ihr Zuhause weiterhin in Unna liegt, ist im „Eleo 1220“ immer jemand von ihnen vor Ort. Meistens Evangelos selbst. Mal in der Küche, mal im Service, mal dort, wo gerade Unterstützung gebraucht wird. Genau das macht den Unterschied. Du merkst sofort, dass hier jemand nicht nur ein Restaurant führt, sondern Gastgeber ist.

Und vielleicht ist es genau dieses Gefühl, das bleibt. Dass du das „Eleo 1220“ nicht einfach verlässt, nachdem du gegessen hast. Sondern mit dem Gedanken gehst, einen Ort gefunden zu haben, an dem griechische Küche nicht erklärt wird – sondern gelebt.

Restaurant Eleo 1220, Evangelos Bochtis, Jahnallee 38, 59757 Arnsberg

https://www.eleo1220.de/

https://www.instagram.com/eleo1220/?hl=de

https://www.facebook.com/eleo1220/?locale=de_DE

Das Bild von Laura und Evangelos sowie die Fotos von den Speisen wurden mit freundlicher Unterstützung von Evangelos Bochtis zur Verfügung gestellt.

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