GELEBTE GASTLICHKEIT IM „SUERLÄNNER ECK“

ODER: EHRLICHE KÜCHE IN ALTEN BALKEN…

Es ist Januar. Draußen ist es kalt, die Tage sind kurz, und du sehnst dich nach einem Ort, an dem du ankommen kannst. Nach Wärme. Nach ehrlicher Küche. Nach einem Platz, der Geschichten erzählt, noch bevor du die Speisekarte aufschlägst. Genau so ein Ort ist das „Suerlänner Eck“ in Lennestadt-Kirchveischede. Ein Haus, das schon seit Jahrhunderten Menschen zusammenbringt. Ein Haus, das immer schon mehr war als vier Wände – Treffpunkt, Rast, Einkehr. Und heute ein Restaurant, in dem du sofort spürst, dass es hier nicht um Trends, nicht um Effekthascherei, sondern um echtes Handwerk und Herzblut geht… Seit 31 Jahren sind Marion und Jörg Linneweber hier Gastgeber. Mit einer Küche, in der wirklich nichts aus der Tüte kommt, sondern alles frisch zubereitet wird. Mit einem feinen Gespür für Qualität – und für die Menschen, die hier Platz nehmen. Und inzwischen ist auch Sohn Max mit an Bord. Eine neue Generation, die nicht alles neu machen will, sondern das weiterträgt, was dieses Haus ausmacht. Wenn du also Lust hast auf gutes Essen, ehrliche Gastfreundschaft und einen Ort, der dich sofort ein bisschen entschleunigt, dann solltest du das „Suerlänner Eck“ kennenlernen:

Wo Gastfreundschaft Geschichte hat

Du sitzt hier nicht einfach in irgendeinem Restaurant. Du sitzt in einem der ältesten Fachwerkhäuser des Golddorfs Kirchveischede. Wie alt es genau ist, lässt sich heute nicht mehr sagen – aber mindestens 250 Jahre sind es. Und was du wissen solltest: Dieses Haus war schon immer ein Gasthaus. Schon immer ein Ort, an dem Menschen zusammenkamen, sich austauschten, einkehrten.

Marion und Jörg Linneweber kommen ursprünglich aus Iserlohn. Als sie auf das Restaurant aufmerksam wurden – das damals schon den Namen „Suerlänner Eck“ trug – war schnell klar: Das ist mehr als ein Job. 1994 übernahmen sie das Haus und zogen nach Kirchveischede. Eine Entscheidung fürs Leben. Seitdem wurde hier immer wieder renoviert und erneuert. Immer mit viel Respekt vor der Geschichte. Das Einzige, was heute noch aussieht wie früher, ist die Decke – alles andere verbindet moderne Elemente mit dem traditionellen Charme des Hauses. Besonders gemütlich: Der Kachelofen, der dem Gastraum eine ganz eigene Wärme verleiht.

Weil irgendwann einfach mehr Platz gebraucht wurde, kam ein Anbau für die Küche hinzu. Aus der ehemaligen Küche entstand ein weiterer, charmanter Gastraum – ein schönes Beispiel dafür, wie sich dieses Haus immer weiterentwickelt hat, ohne seine Seele zu verlieren.

Die Rollen sind klar verteilt: Jörg steht in der Küche, Marion ist im Service – aufmerksam, herzlich, präsent. Und seit September arbeitet Sohn Max fest im Betrieb mit. Zuvor war er elf Jahre unterwegs, hat eine Ausbildung gemacht, Berufserfahrung gesammelt, über den Tellerrand geschaut. All das bringt er jetzt mit zurück – direkt in die Küche seiner Eltern:

Zeit für Feines

Wenn du hier isst, schmeckst du eines sofort: Hier wird gekocht. Richtig gekocht. Das „Suerlänner Eck“ hat sich ganz klar auf die Fahnen geschrieben, alles selbst herzustellen. Keine Tiefkühlware, keine Tütchen. Beilagen sind im „Suerlänner Eck“ keine Nebensache, kein stiller Begleiter am Tellerrand. Sie sind ein fester Bestandteil des Gerichts – mit genauso viel Aufmerksamkeit und Respekt zubereitet wie das Hauptprodukt selbst. Die Kartoffelbeilagen werden frisch verarbeitet, Schupfnudeln und Spätzle von Hand gemacht, genauso wie andere Nudeln. Teig wird hier nicht aufgerissen, sondern angesetzt, geknetet, portioniert. Du schmeckst den Unterschied sofort: Mehr Biss, mehr Charakter, mehr Ehrlichkeit.

Auch beim Fisch wird nichts dem Zufall überlassen. Der Lachs wird im Haus selbst gebeizt, sorgfältig vorbereitet, fein abgeschmeckt. Verarbeitet werden ausschließlich frische Zutaten, ohne Kompromisse. Das bedeutet mehr Arbeit – aber genau diese Arbeit ist hier gewollt. Weil Qualität nicht aus Abkürzungen entsteht, sondern aus Zeit.

Im Dessertbereich geht dieser Anspruch nahtlos weiter. Seit sieben, acht Jahren stellen Marion, Jörg und ihr Team ihr Eis selbst her. Keine Fertigmischungen, keine Pulver, keine schnellen Lösungen. Stattdessen echte Zutaten, Geduld und Erfahrung. Eis zu machen kostet Zeit. Es braucht Fingerspitzengefühl, das richtige Maß, ein Gespür für Konsistenz und Geschmack. Aber wenn du den ersten Löffel probierst, merkst du sofort: Genau deshalb lohnt es sich. Weil es nicht nur süß ist, sondern rund. Ehrlich. Und einfach richtig gut.

Ein ganz besonderes Faible hat Jörg für Saucen. Sie sind für ihn das Herz eines Gerichts. Jede Woche wird ein 50-Liter-Topf Saucenansatz angesetzt. Langsam gekocht. Über Stunden. Mit Tiefe, Geduld und viel Aufmerksamkeit. Hier wird reduziert, abgeschmeckt, verfeinert – immer wieder. Diese Saucen tragen das Gericht, verbinden die einzelnen Komponenten und machen aus guten Zutaten ein stimmiges Ganzes.

Zweimal pro Woche kommt frischer Fisch ins Haus. Die Fische werden vor Ort filetiert, sorgfältig verarbeitet. Und auch hier gilt: Nichts verschwenden. Aus den Karkassen entstehen Fonds und Saucen, die später wieder Grundlage für neue Gerichte sind. Geschmack wird hier nicht weggeworfen, sondern weitergedacht. Alles greift ineinander, alles hat seinen Platz.

Wenn du hier isst, spürst du: Das ist keine Küche, die beeindrucken will. Das ist eine Küche, die kann. Und genau das macht sie so besonders. Vielleicht ist das der Grund, warum es kaum einen Tisch gibt, an dem etwas auf dem Teller liegen bleibt. Das ist vermutlich das ehrlichste Kompliment, das man einer Küche machen kann… Ein besonderes Konzept ist „Kreuz & Quer“: Das ganze Jahr über, jeden Freitag und Sonntagabend, kannst du dir dein Menü wie aus einem Baukastensystem selbst zusammenstellen. Genau so, wie du Lust hast.

Dazu kommen immer wieder besondere Aktionen: „Fine Dining – Pfalz trifft Sauerland“, außerdem stimmige Weinabende – kein Zufall, denn Max hat zuletzt als Assistant Sommelier gearbeitet und bringt viel Erfahrung und ein feines Gespür für gute Weine mit. Im Frühjahr locken Spargelbuffets, im Sommer Grillabende im Biergarten. Für jede Jahreszeit gibt es die passenden Events. Und ganz unabhängig davon: Einen köstlichen Mittags- und Abendtisch à la carte.

Wenn du einmal einen Blick hinter die Kulissen werfen möchtest: Am 26.02. findet die Küchenparty statt. Sechs kleine Gänge, die du dir direkt aus der offenen Küche holen kannst. Aber keine Sorge – kochen musst du nicht selbst.

Und ganz ehrlich? Ich gehe nicht oft essen. Aber wenn ich es tue – dann sehr gern auch hier.

Restaurant Suerlänner Eck, Jörg und Marion Linneweber, Westfälische Straße 37, 57368 Lennestadt-Kirchveischede

https://www.suerlaenner-eck.de/

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