ODER: DIE REISE GEHT WEITER…
Ein fröhliches Wuff, ich bin’s wieder – Stinson! Vielleicht erinnerst du dich noch an meine Geschichte über „Wooliie“. Damals habe ich dir erzählt, wie alles mit einem Ball aus Schurwolle angefangen hat und wie daraus Spielzeug, Matten und sogar Kleidung entstanden sind, alles mit ganz viel Liebe und natürlich ohne Plastik. Seitdem ist eine Menge passiert, denn meine Familie hat nicht nur mich und die kleine Rumi glücklich gemacht, sondern auch viele andere Hunde, Babys und sogar Erwachsene. Und weil Kasey und Manuel nie stillsitzen können (außer wenn Kasey mal meditiert, da ist sie dann wirklich seeehr still!), gibt es jetzt ein neues Abenteuer. „By Mere“, eine Plattform für echte Handwerkskunst, die das bewahrt, was in unserer schnellen Welt immer seltener wird – Tradition, Nachhaltigkeit und richtig gute Qualität. Ich finde ja, wenn man schon das Gesicht von „Wooliie“ war, darf man auch stolz die nächste Geschichte erzählen. Also, schnapp dir ein Leckerli oder einen Tee und komm mit mir, ich zeig dir, was es mit „Mere“ auf sich hat:
Handwerk, das Geschichten erzählt
Es ist ja nun schon fast ein Jahr her, als du zum letzten Mal von mir gehört hast, deswegen habe ich nun wirklich eine Menge zu erzählen… Ende Oktober 2024 haben wir unsere Koffer gepackt – okay, meine Kuscheldecke war auch dabei – und sind nach Kalifornien geflogen. Eigentlich sollten es nur zwei Monate sein. „Wooliie“ lief inzwischen so gut, dass Kasey und Manuel Kontakt zu Shops aufnehmen und auch die Hunde in den USA glücklich machen wollten. Und es funktionierte noch besser, als wir gedacht hatten, also sind wir auch noch im Januar geblieben.

Ende Januar 2025 ging’s weiter nach Mexiko, nach Oaxaca (ich hab’s am Anfang immer „Ohaka“ gebellt). Dort haben wir Künstler getroffen, denn Kasey und Manuel hatten die Pläne für „By Mere“ schon fest im Kopf. Zwei Monate lang blieben wir da, dann nochmal ein Monat Kalifornien – die Großeltern sollten schließlich ihre Enkelin Rumi sehen. Im Mai waren wir zurück in Deutschland, seitdem wohnen wir in Winterberg. Eeeendlich wieder Sauerland!

Zwischendurch sind wir allerdings im August noch für zweieinhalb Wochen nach Las Vegas geflogen, um bei einer Messe dabei zu sein; inzwischen habe ich mich aber an das viele Reisen echt gut gewöhnt. Und im Herbst? Da geht’s weiter nach Asien, genauer gesagt, nach Nepal, um die Produktion auszuweiten, Projekte voranzubringen und noch mehr Künstlerinnen und Künstler kennenzulernen.







Mmmh, ich merke gerade selbst, dass ich dir erst einmal erklären muss, was es mit „By Mere“ eigentlich auf sich hat und warum Kasey und Manuel dafür so viel unterwegs sind! Also, die Idee zu „By Mere“ kam Kasey schon 2017, bei einem Schweige- und Meditationsretreat in Nepal. Dort entstand auch der Name: Beim Meditieren hat der Mönch zu der Gruppe gesagt: „All phenomena is labeled by mere name“. Im Französischen bedeutet „Mere“ Mutter, und das hat für Kasey eine noch größere Bedeutung, seitdem die kleine Rumi da ist. Seitdem ist das Wort irgendwie bei uns geblieben…

Erste Muster gab’s schon damals, und die haben wir – ich bin zwar kein Gründer, aber immer mit dabei – so lange getestet, dass sie teilweise jetzt schon acht Jahre im Dauereinsatz sind. Kasey und Manuel bringen nämlich nichts auf den Markt, was sie nicht selbst ausgiebig ausprobiert und immer wieder verbessert haben. „Wooliie“ war da schon einfacher umzusetzen, deswegen sind wir auch damals damit gestartet.

Mit „By Mere“ besuchen wir kleine Werkstätten auf der ganzen Welt und lernen Menschen kennen, die mit ihren Händen wahre Kunstwerke schaffen. Oft sind es Techniken, die seit Generationen weitergegeben werden und manchmal fast verschwunden sind. Genau diese Geschichten wollen wir sichtbar machen.




Klingt alles schön, aber es war nicht immer einfach. Es gab Rückschläge: Bio-Bambus, der sich später als Viskose herausstellte. Wochenlanges Suchen, um echte Bambusfasern zu finden. Denn hast du mal darüber nachgedacht, dass ein paar Polyester-Fasern im T-Shirt ein nachhaltiges Recycling komplett unmöglich machen!?

Verlässliche Lieferanten sind jedenfalls selten, und doch haben wir inzwischen welche. Vielleicht gründen wir eines Tages sogar unsere eigene Farm, damit wir die Qualität dauerhaft in der Hand haben – aber das ist Zukunftsmusik!

Wir haben unterwegs viele Schätze entdeckt: Ledertaschen, gefertigt von einem Mann in sechster Generation, alles von Hand gegerbt und mit eigener Gravur versehen. Bronze- und Messingbesteck. Schmuck. Holztüren aus Sri Lanka und Nepal. Schalen, von Hand gezimmert. Kleidung aus hochqualitativen, natürlichen Stoffen. Kunsthandwerk, das Herz und Geschichte trägt.

Das Schönste für mich: Die Künstlerinnen und Künstler freuen sich riesig, wenn jemand echtes Interesse an ihrer Arbeit zeigt. Wir bleiben oft einen Monat oder länger an einem Ort, lernen Menschen kennen, bestellen manchmal etwas für uns selbst, und daraus entstehen Ideen für „By Mere“.



Immer geht es um Vertrauen. Die Kunsthandwerker behalten ihre volle Eigenständigkeit: Sie bestimmen die Preise und Designs. Wir übernehmen Präsentation, Marketing und Versand. Alles wird auf Bestellung gefertigt – keine Massenproduktion, keine Lagerware. Für dich bedeutet das: Jedes Stück ist ein Unikat, das extra für dich entsteht. Die Wartezeit ist Teil des Werts – weil Handarbeit eben Zeit braucht.

Nachhaltig, praktisch, gut
Neben all den handgefertigten Unikaten weltweit hat Kasey auch eine eigene Kollektion entworfen: 100 % Fasern aus jeweils nur einer Faserart – Kaschmir, Merinowolle, Baumwolle, Bambus und bald auch Leinen und Seide. Die Kleidungsstücke umfassen Pullover, Rollkragenpullover, Cardigans, Beanies, Langarm-T-Shirts, Kurzarm-T-Shirts, Hosen, Jacken, Morgenmäntel und Schals. Alles frei von synthetischen Fasern und rein pflanzlich gefärbt – sogar die Labels bestehen aus Naturfasern.








Die Kleidung ist praktisch und elegant zugleich – tragbar beim Dinner in Singapur wie in der Bahn durch Indien. Viele Stücke sind unisex, bewusst vielseitig, langlebig und nachhaltig. Ein Pullover wärmt, ein Bambusshirt kühlt. Alles ist so gefertigt, dass es leicht zu reparieren ist und tatsächlich aus nur einer Faser besteht. Und das Beste: Die gesamte Kollektion passt in ein Handgepäckstück. Deine Kleidung wird so zum Begleiter fürs Leben.



Bei „By Mere“ geht es eben nicht nur um Produkte. Jede Künstlerin, jeder Künstler bekommt Raum, die eigene Geschichte zu erzählen. Wir machen Fotos, schreiben Biographien – auch wenn das manchen schwerfällt, weil sie das eben noch nie gemacht haben. Aber es entstehen echte Verbindungen. Selbst wenn wir jemanden länger nicht sehen, bleibt das Vertrauen bestehen.




Und keine Sorge – „Wooliie“ läuft parallel weiter. Inzwischen gibt’s sogar ein Lager in Kalifornien, und das US-Geschäft entwickelt sich prächtig. „By Mere“ wird ebenfalls Stück für Stück erweitert, mit jeder Reise kommt wieder Neues hinzu. Und da wir so viel unterwegs sind, musst du da garantiert nicht lange warten!


Ich sag’s dir: Das Abenteuer hat gerade erst angefangen! Und wenn du nichts verpassen möchtest, begleite unsere Reisen einfach weiter…

Mere und Wooliie, Alte Königsstraße 21, 59955 Winterberg
https://www.instagram.com/goodsbymere/
https://www.instagram.com/wooliie_/
Die Fotos wurden mit freundlicher Unterstützung von Kasey und Manuel Kießler zur Verfügung gestellt.
