TIERISCH SCHÖNE BILDER MIT „JANINE SCHULTE FOTOGRAFIE“

ODER: MIT KAMERA, GEFÜHL UND GANZ VIEL GEDULD

Du hast ein Herz für Tiere und mindestens 100 Fotos auf dem Handy, auf denen dein Hund entweder gähnt, wegläuft oder nur halb im Bild ist? Dann wirst du verstehen, warum ich so begeistert war, als ich Janine Schulte aus Meschede kennengelernt habe. Sie ist Tierfotografin mit Leib, Seele und einem wunderbaren Gespür für den richtigen Moment. Ihre Bilder sind nicht einfach nur hübsch, sie erzählen Geschichten von wilder Lebensfreude, stiller Nähe oder einem Blick, der direkt ins Herz trifft. Auch meine beiden Hunde Gibby und Lutzi hat sie vor der Kamera gehabt, und was soll ich sagen? Ich bin immer noch ein bisschen verzaubert. Grund genug, Janine ein paar Fragen zu stellen – über ihre Arbeit, ihre Leidenschaft und all die magischen Momente, die zwischen Klick und Kunstwerk liegen:

Solche Momente sind wahnsinnig wertvoll

Wie kamst du zur Tierfotografie und erinnerst du dich noch an dein allererstes tierisches Model?

Ich habe schon als Kind mit einer Kamera mit Film angefangen, zu knipsen, und habe auch damals schon am liebsten Pferde, Hunde und die Natur vor der Linse gehabt. Zu der Zeit hatte ich noch keine Ahnung, was ich da eigentlich mache, und es war immer spannend, was dabei herausgekommen ist, wenn ich die Fotos hinterher abgeholt habe. Manchmal fehlte dann auf den Bildern auch mal ein Fuß oder ein Kopf… Das ist alles schon so lange her, deswegen kann ich mich gar nicht mehr so genau an mein allererstes Model erinnern. Aber ich weiß noch, dass ich mir als Jugendliche die erste Spiegelreflexkamera gekauft habe und das Fotografieren eins meiner liebsten Hobbies wurde. Irgendwann wollte ich das dann auf professionellere Beine stellen, die Technik verstehen, und habe mich sehr intensiv damit beschäftigt, Kurse belegt und Workshops gemacht. So wurden die Bilder immer besser, die Motive blieben aber gleich: Es waren hauptsächlich Tiere, weil mich das eben am meisten berührt hat. Nach und nach kamen dann immer mehr Anfragen von Freunden und Bekannten, ob ich deren Tiere auch mal fotografieren würde, und so hat sich das dann entwickelt, dass ich darüber nachgedacht habe, ob ich nicht auch einen Teil meines Berufs daraus machen kann. Vor zwei Jahren habe ich dann den Schritt gewagt, ein Nebengewerbe angemeldet und meinen Hauptjob in einer Werbeagentur etwas reduziert. Da die Shootings immer draußen stattfinden, ist im Winter nicht ganz so viel zu tun, im Sommer bin ich aber echt gut ausgeplant. Ich bin sehr froh und glücklich, dass ich das jetzt so machen darf!

Was fasziniert dich an Tieren als Fotomotive und was ist die größte Herausforderung bei einem Shooting mit Vierbeinern?

Was mich an Tieren als Fotomotive fasziniert, ist ihre authentische Ausstrahlung und die tiefe Verbindung, die sie zu ihren Menschen haben. Jedes Tier bringt seine eigene Persönlichkeit mit, und genau diese Individualität einzufangen, ist für mich das Besondere. Man kann die Shootings vorher nicht bis ins Detail planen… Es sind Tiere, Lebewesen, und die sind auch jeden Tag anders drauf. Das macht es dann auch so spannend für mich! Klar überlege ich mir vorher grob, wie das aussehen soll, bespreche das Setting mit den Kunden, aber dann ist es doch jedes Mal ganz anders, immer ganz individuell. Und es ist immer auch eine emotionale Geschichte, das mag ich auch sehr. Für die Leute hat so ein Bild einen ganz besonderen Wert, die Dankbarkeit und Wertschätzung, die ich zurückbekomme, ist einfach riesig. Wenn ich Tiere um mich habe, bin ich immer happy und zufrieden, und wenn sich dann auch meine Kunden über das Shooting und die Ergebnisse freuen, macht mich das wirklich glücklich!

Gibt es einen Moment, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist – eine rührende Begegnung, ein lustiger Schnappschuss, ein Gänsehaut-Augenblick?

Jedes Shooting ist auf seine eigene Art und Weise besonders! Was aber immer sehr emotional ist, das sind Shootings mit älteren Tieren. Ich habe mal ein Shooting am Strand gehabt, mit einer jungen Frau, die sich noch einmal Bilder mit ihrem Pferd und ihrem Opi-Hund gewünscht hat – ein Galopp zusammen am Meer bei schönstem Sonnenuntergang. Da hatten wir beide am Ende wirklich Tränen in den Augen, und die kommen mir jetzt auch wieder… Mittlerweile ist der Hund auch nicht mehr an ihrer Seite und da wird einem noch mehr bewusst, wie wahnsinnig wertvoll solche Momente sind!

Anfang des Jahres durfte ich Mutter und Tochter mit ihren zehn Hunden zusammen fotografieren und wir haben ein tolles großes Familienbild gezaubert. Das hat total viel Spaß gemacht und war schon ein bisschen außergewöhnlich.

Manche Tiere gucken gern in die Kamera, andere gar nicht. Wie schaffst du es, ihre Persönlichkeit einzufangen?

Es muss gar nicht immer der Blick in die Kamera sein. Ich fotografiere total gern auch aus der Situation heraus. Wenn die Hunde irgendwo rumwuseln oder das Pferd in Aktion ist… Wir haben es ja eben auch bei deinen Hunden erlebt: Es sind immer ganz kurze Momente, in denen ich die Aufmerksamkeit habe, und da gilt es, den Auslöser schnell zu drücken. Vielleicht haben manche Besitzer das Gefühl, dass der Hund zehn Minuten still und fokussiert sitzen können müsse, um schöne Bilder zu machen, aber das ist gar nicht so! Und für den Notfall habe ich immer ein Quietsche-Schwein dabei, da ist mir die Aufmerksamkeit auch garantiert…

Was sollten Tierbesitzer wissen, bevor sie ein Fotoshooting bei dir buchen?

Mir ist ganz wichtig, dass sich die Leute im Vorfeld nicht zu viele Gedanken machen und sich einfach trauen, ein Shooting zu buchen! Ich habe in den wenigsten Fällen Menschen vor der Kamera, die Model-Erfahrung haben, und trotzdem zaubern wir immer schöne Momente. Das eigene Tier gibt auch immer Sicherheit und man kann zusammen vor der Kamera interagieren. Und wenn der Hund vor Energie sprüht, ist das doch toll, und bei sensiblen Tieren nehmen wir uns ganz in Ruhe die Zeit, die es braucht. Ich bin auch immer gern bereit, im Vorfeld über Wünsche oder auch Bedenken zu sprechen oder sich die Location und Outfit-Wahl gemeinsam anzuschauen, um gewisse Sorgen zu nehmen. Und wenn jemand partout nicht mit seiner Fellnase zusammen aufs Fotos möchte, ist das natürlich auch völlig okay, aber ich freue mich immer, wenn wir es wenigstens probieren. Ein gemeinsames Bild mit seinem Tier hat noch einmal eine ganz andere Bedeutung. So konnte ich auch schon den ein oder anderen Skeptiker überzeugen und glücklich machen.

Gibt es ein Tier, das du noch nie fotografiert hast – aber unbedingt gern mal vor der Linse hättest?

Wenn du so fragst, dann wären es Wildtiere, die ich faszinierend fände. Etwas, das man gar nicht planen kann. Haustiere hatte ich schon viele vor der Kamera; es sind zwar meistens Hunde und Pferde, aber Katzen zum Beispiel waren auch schon dabei. Und letztes Jahr habe ich einen Gutschein für ein Shooting mit dem Lieblings-Rind verkauft und freue mich da schon sehr drauf…

Wie reagierst du, wenn bei einem Shooting alles anders läuft als geplant – sei es wegen des Wetters, der Tiere oder der Technik?

Was das Wetter angeht, kann gar nicht so viel schief gehen. Wenn es in Strömen regnet, muss man verschieben, aber ansonsten kann man auch im Regen ganz zauberhafte Bilder machen. Das muss man mögen, aber das hat eine ganz besondere Stimmung… Dass es an den Tieren scheitert, habe ich noch nicht erlebt, aber wenn sie super aufgeregt sind und es zu viel Stress für sie bedeutet, begrenze ich einfach die Shooting-Zeit, und wir fotografieren bestenfalls in einer gewohnten Umgebung. Mir ist wichtig, dass es für alle entspannt ist und man sich gern an das Shooting erinnert. Und auch in wenigen Minuten kann man tolle Momente erwischen! Was die Technik angeht: Ich habe immer eine zweite Kamera dabei, sodass da eigentlich nichts schief gehen kann…

Deine Bilder sind echte Kunstwerke! Welche Rolle spielt das Thema Bildbearbeitung?

Ich gebe nie unbearbeitete Bilder raus, weil der Zauber meiner Meinung nach auch durch die Bildbearbeitung kommt. Retusche, Licht und Farben – da stecke ich ganz viel Herzblut rein und bin ganz penibel bei jedem Bild ca. eine halbe Stunde bis Stunde daran. Das Tier an sich wird nicht verändert, sondern ich hebe es ein bisschen hervor und bringe es zum Strahlen; es geht nicht um manipulieren, sondern darum, die Schönheit herauszuarbeiten. Erst in der Nachbearbeitung entsteht aus einem schönen Bild ein Bild, das berührt.

Was bedeutet dir deine Arbeit persönlich und was möchtest du durch deine Bilder vermitteln?

Ich möchte Gefühl transportieren und hoffe, dass das auch beim Betrachter rüberkommt. Viele, die ein Bezug zu Tieren haben, können sich auch oft selbst in den Bildern sehen. Jedes Shooting ist für mich eine Reise in die Welt der Emotionen. Ich bin dankbar, dass ich so wertvolle gemeinsame Erinnerungen schaffen darf, die ein Leben lang halten – daher auch mein Slogan „Echt – emotional – für immer“. Jedes meiner Fotos ist ein Liebesbrief an unsere wundervollen Seelen, und mir liegt es am Herzen, dass jeder die Möglichkeit hat, ein schönes Foto von seinem Tier zu haben.

Wenn du dir ein tierisches Traumshooting aussuchen dürftest – wo, mit wem und zu welcher Tageszeit würde es stattfinden?

Sehr gern im Sonnenuntergang, weil das Abendlicht immer eine weiche, ganz besondere Atmosphäre mit sich bringt. Faszinierend finde ich auch immer, wenn Wasser mit im Spiel ist; wenn dann die Sonne scheint, und man Glitzerpunkte im Wasser hat, gibt das einzigartige Effekte.

Ein Shooting mit Pferd in einem Sonnenblumenfeld steht noch ganz oben auf meiner kreativen Wunschliste – das wäre eine sehr besondere Kulisse. Falls jemand eine passende Location kennt, darf er sich sehr gerne bei mir melden! Aber mit wem ein Traumshooting stattfinden müsste – das kann ich nicht beantworten, ich bin total offen und freue mich über jedes Tier-Mensch-Team, das ich fotografieren darf!

Du shootest hauptsächlich in der Sauerländer Natur. Hast du Lieblingsplätze? Was fasziniert dich besonders an dieser Umgebung?

Im Sauerland haben wir wunderschöne Natur direkt vor der Haustür – tolle Wälder, weite Wiesen, glitzernde Bäche oder idyllische Seen. Besonders ins Herz geschlossen habe ich Orte wie die Niedersfelder Heide oder den Kahlen Asten – sie bieten einfach eine ganz besondere Atmosphäre. Aber generell braucht es oft gar nicht die spektakulärste Kulisse für ein gelungenes Shooting. Manchmal ist eine einfache Koppel, der Reitplatz oder der vertraute Spazierweg, an dem schöne Erinnerungen hängen, genau der richtige Ort. Für mich steht immer im Vordergrund, dass sich Tier und Mensch wohlfühlen und ganz sie selbst sein können – denn genau so entstehen die echten, berührenden Bilder.

Na, kribbelt’s dir schon in den Fingern, Leine und Lieblingshund zu schnappen? Oder träumst du vielleicht davon, dein Pferd im goldenen Abendlicht festzuhalten? Bei Janine Schulte bekommst du keine gestellten Studiofotos, sondern echte Erinnerungen mit Seele. Wenn du also schon lange überlegst, dein Seelentier professionell fotografieren zu lassen – jetzt ist der perfekte Moment. Und wer weiß: Vielleicht liegt der Zauber ja auch schon auf deiner Wiese direkt hinterm Haus…

https://www.janine-schulte.de/

https://www.instagram.com/janineschulte.fotografie/

Die Fotos mit Ausnahme der beiden Bilder von Janine mit meinen Hunden wurden mit freundlicher Unterstützung von Janine Schulte (Fotos von Janine beim Shooting: Rita Maurer) zur Verfügung gestellt.

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