ODER: EINE VERSUCHUNG WERT…
Die Sonne kitzelt deine Nase, die Vögel zwitschern ihr erstes Konzert des Jahres, und die Luft riecht nach frischem Grün – Frühling liegt in der Luft! Nach all den grauen Tagen ist jetzt die perfekte Zeit für einen Ausflug, für einen Ort, an dem du tief durchatmen und dich zurücklehnen kannst. Und ich kenne genau den richtigen, nämlich „Cora´s Café“ in Sundern-Stockum. Hier, zwischen alten Bäumen und dem Stockumer Bach, wartet nicht nur ein riesiger Garten mit den schönsten Sonnenplätzen auf dich, sondern auch Cora und Emilia Wälter mit ganz besonderen Köstlichkeiten… Und du? Du brauchst dich nur hinzusetzen, den ersten Bissen einer der hausgemachten Torten genießen und den Alltag für einen Moment vergessen. Klingt nach einem perfekten Frühlingsausflug, oder?
Wo Geschichte auf Genuss trifft
Wie die Ritter und Knappen vor tausend Jahren auf „Gut Stockum“ speisten? Oder wie die Familie von Plettenberg hier vor fünfhundert Jahren tafelte? Das wird sich wohl nicht mehr herausfinden lassen – aber was die Gäste von Cora Wälter in den letzten drei Jahrzehnten auf dem ehemaligen Rittergut erwartete, das kann ich dir verraten: Süße Köstlichkeiten in einem einzigartigen Ambiente gepaart mit herzlicher Gastfreundschaft!

Ob es so geplant war, dass „Cora´s Café“ heute – während der Außensaison – über 300 Plätze verfügt und sich überregional einen Namen gemacht hat? Nein, das war es wahrlich nicht, aber das sind doch immer die schönsten Geschichten… Also von vorn: Coras Großeltern hatten das „Gut Stockum“ gepachtet, hier eine Landwirtschaft mit Pension betrieben. Ihre Eltern kauften dann das ehemalige Rittergut, übernahmen die Pension, die Landwirtschaft wurde irgendwann aufgegeben, Cora selbst machte die Gesellenprüfung im Konditor-Handwerk. Dann war das erste Kind unterwegs, nur Hausfrau und Mutter zu sein, kam für Cora nicht in Frage, dazu liebte sie ihren Beruf zu sehr, doch sie wollte auch in der Nähe ihres Babys sein, also fragte sie, ob sie einen Raum für ein schnuckeliges kleines Café bekommen könne – Platz war schließlich genug vorhanden.

Vier Wochen nach der Geburt öffnete sie zum ersten Mal die Türen von „Cora´s Café“ – mit einem einzigen Raum, in dem sechs Tische standen. Das war vor knapp 30 Jahren. Schnell sprach sich die Qualität ihrer Torten herum, die Leute rannten – mal ganz flapsig gesagt – Cora die Bude ein. Nach und nach kamen weitere Räume des ehemaligen Rittergutes zu „Cora´s Café“ hinzu, heute gibt es drei Gasträume im Erdgeschoss und zwei weitere im ersten Obergeschoss, einer uriger und gemütlicher als der andere, doch jeder mit seinem eigenen Charme.



Die Backstube ist längst das Herzstück des Hauses – und das spürst du nicht nur, du riechst es. Der Duft von frisch gebackenem Kuchen und warmen Waffeln zieht durch die Räume und macht Lust auf eine süße Auszeit. Im Winter knistert das Feuer im Kamin, im Sommer lockt der riesige Garten mit Schattenplätzen unter alten Bäumen – ein Ort zum Wohlfühlen, zu wirklich jeder Jahreszeit, doch besonders jetzt im Frühling…

Vor ein paar Jahren kam dann die Zeit für eine kleine Veränderung. Die alten, zusammengewürfelten Stühle und Tische waren in die Jahre gekommen, und Cora suchte nach einer Lösung, die den Stil des Hauses bewahrt und gleichzeitig für frischen Wind sorgt. Heute strahlt das Café in einem modernen, aber dennoch rustikalen Stil – authentisch, gemütlich, zeitlos.

Die Dekoration? Alles liebevoll ausgesucht und sogar käuflich zu erwerben. Denn irgendwann fragten die Gäste immer wieder, ob sie das ein oder andere Stück kaufen könnten, und so entstand ein kleines zusätzliches Geschäft: Wer sich in eine Vase, ein Kissen oder eine Lampe verliebt, kann sie einfach mit nach Hause nehmen, sogar Taschen und Fußmatten sind hier zu haben. Cora fährt dafür selbst gemeinsam mit ihrer Tochter Emilia auf Deko-Messen, sie suchen aus, was ihnen gefällt – und genau das macht das Konzept so stimmig.




Und das ist noch längst nicht alles, was Cora und Emilia gemeinsam machen, denn inzwischen ist die nächste Generation fest mit an Bord: Emilia tritt in die Fußstapfen ihrer Mutter – und das mit großem Talent. Zunächst hat sie Agrarwissenschaften studiert, doch das Handwerk ließ sie nicht los. Sie machte ihre Ausbildung zur Konditorin, die sie aufgrund der hervorragenden Ergebnisse auf eineinhalb Jahre verkürzen konnte, wurde sogar Kammersiegerin, trat bei den Landesmeisterschaften an und steckt nun mitten in ihrer Meisterprüfung. Noch fehlt der kaufmännische Teil, doch dann ist sie Konditormeisterin – mit neuen Ideen und einer frischen Sichtweise.

Während Cora und Emilia die süßen Seiten des Betriebs leiten, kümmern sich Coras Mann und ihr Sohn um die Außenanlagen. Sie sorgen dafür, dass der riesige Garten gepflegt ist, dass alles blüht und gedeiht. Denn ohne sie würde es nicht gehen – hier arbeiten alle Hand in Hand.

Du siehst, „Cora´s Café“ ist nicht nur ein Ort zum Genießen, sondern auch ein Ort des Miteinanders. Hier gehen mehrere Generationen gemeinsam ihren Weg, entwickeln das Café behutsam weiter, bewahren Traditionen und sind doch offen für Neues. Emilia wächst in einen Betrieb hinein, der ihr immer Transparenz geboten hat – kein Sprung ins kalte Wasser, sondern eine bewusste Entscheidung. Hier gibt es Dinge, die so bleiben, wie sie sind – aber eben auch Raum für Veränderung:
Langweilig wird´s nie!
Torte essen, ja, da kennst du dich aus, aber wusstest du auch, dass das Konditor-Handwerk zu den aussterbenden Berufen gehört? Deswegen ist Emilia besonders stolz darauf, dass derzeit drei Auszubildene in „Cora´s Café“ lernen. Ihre Kreationen bringen Abwechslung ins Café, und jeden Sonntag gibt es einen kleinen Torten-Showdown: Eine Konditorin aus dem Team darf eine neue Kreation mitbringen, die dann probiert wird und ein Feedback bekommt. So bleibt es spannend – für das Team und natürlich für die Gäste! Langweilig wird´s jedenfalls nie…



Neben all den neuen Kreationen gibt es aber auch eine feste Karte – seit dem ersten Tag. Manche Stammgäste kennen sie so gut, dass sie gar nicht mehr reinschauen. Preiselbeer-Eierlikör, Cappuccino-Sahne, Stachelbeer oder Winter-Apfelkuchen – hier gibt es überdurchschnittlich große Stücke. Kuchen wie bei Oma, rustikal und lecker, genau das passt zum Haus.

Montags ist Ruhetag, aber ab Dienstag kannst du dir ab 9 Uhr ein Frühstück gönnen. Wenn du reservierst, ist dein Tisch bereits gedeckt, du wählst nur noch dein Getränk – und musst keinen Schritt zum Buffet machen. Alles kommt frisch aus eigener Herstellung auf den Tisch. Auch wer es herzhaft mag, wird fündig: Schinkenschnittchen, Toast Hawaii oder ein klassischer Strammer Max stehen ebenfalls auf der Karte.

Mittwochs ist Waffeltag – ein echter Klassiker. Ursprünglich entstand er, weil früher an diesem Tag viele Ämter und Arztpraxen geschlossen hatten und die Menschen Zeit für eine kleine Auszeit fanden. Diese Tradition hat sich bis heute erhalten, und auch jetzt noch ist der Mittwoch heißbegehrt.

Im Sommer ist der Garten bis auf den letzten Platz gefüllt. Ein idyllisches Plätzchen für eine Kaffeepause – aber auch für besondere Anlässe. Hier werden Geburtstage und Kommunionen gefeiert, Taufen ausgerichtet, und sogar freie Trauungen finden in diesem malerischen Ambiente statt.





Und wenn du länger bleiben möchtest? Auch das ist möglich. Die Pension, die einst mit dem Gut verbunden war, gibt es noch immer. Die liebevoll eingerichteten Gästezimmer strahlen den Charme des Hauses aus und laden zu einer kleinen Auszeit auf dem Land ein.



Falls du am Wochenende vorbeischauen möchtest, solltest du dir lieber einen Platz reservieren – Gäste kommen nicht nur aus der Umgebung, sondern auch aus Lüdenscheid, Iserlohn und Olpe. Unter der Woche geht es entspannter zu, da kannst du auch mal spontan vorbeischauen. Also, worauf wartest du? Der Frühling in „Cora´s Café“ ist da!

Cora´s Café, Cora und Emilia Wälter, Zum Hafen 5, 59846 Sundern
https://www.instagram.com/corascafee/
Die Fotos von dem Gästezimmer, den Speisen und Getränken sowie von den Auszubildenden und Emilia mit der Urkunde wurden mit freundlicher Unterstützung von Emilia Wälter zur Verfügung gestellt.
