DER BESONDERE AUGEN-BLICK MIT „FOTOGRAFIE ANNESER“

ODER: DEINE IRIS ALS KUNSTWERK…

Wann hast du zum letzten Mal jemandem gaaanz tief in die Augen geschaut? Und damit meine ich nicht den flüchtigen Blick, der täglich vielfach passiert – schließlich läuft ein Großteil unserer Kommunikation über die Augen… Nein, ich meine den wirklich tiefen Blick, der zwar eine enge Bindung und ein großes Vertrauen voraussetzt, dafür aber auch ein Eintauchen in eine andere Welt ermöglicht! Denn unser Auge, insbesondere unsere Iris, ist so einzigartig, dass sie eine Menge über uns verrät. Und wie sie perfekt in Szene gesetzt wird, zeigt die Fotografin Barbara Anneser aus Arnsberg:

Mehr als vier Jahrzehnte

In einer Zeit, bevor Digital- und Handykameras den Markt eroberten, hatte sich Barbara Anneser bereits voll und ganz der Fotografie verschrieben: Aufgewachsen im elterlichen Gasthof in Schmallenberg-Berghausen ging sie zur Ausbildung nach Düsseldorf, später dann auf die Meisterschule in Hamburg. Dort lernte sie ihren Mann Toni kennen, gemeinsam machten sie sich nach der Meisterprüfung deutschlandweit auf die Suche nach einem Standort für ein gemeinsames Geschäft mit Fotostudio.

In Arnsberg wurden sie fündig – es war fast so, als hätten die großzügigen Räumlichkeiten mit viel Licht und großen Fenstern nur auf sie gewartet. 1981 eröffneten sie am Fuße der Altstadt hier die „Fotografie Anneser“ – bis heute ist Barbara Anneser diesem Standort treu geblieben.

Portrait- und Hochzeitsfotografie, Charakter- und Tierportraits, Bewerbungs- und Passfotos, Imagebilder von Firmen und Produkten – wie auch das Handwerk selbst haben sich die Bedürfnisse der Kunden im Laufe der Jahrzehnte gewandelt, stets aber passte sich Barbara Anneser dem Puls der Zeit an und stellte sich mit einem breiten Portfolio auf…

Neben dieser „Pflicht“ gab es immer aber auch die „Kür“: Gemeinsam mit ihrem Mann Toni startete sie 1981 ihre erste Bildserie: „Der Mensch im Sauerland“. Wie ticken wir wirklich, wie wirken Menschen in ihrem authentischen Umfeld auf den Betrachter, wie kann der Ausdruck dieser verschiedenen Charaktere in ein Foto übertragen werden? Dazu verbrachten Barbara und Toni Anneser einige Zeit in Berghausen, beobachteten achtsam die Umgebung, hielten echte Sauerländer Originale in ihrer Bildreihe fest. Entstanden ist ein Buch, einige der Bilder sind auch heute noch im „Heimatmuseum Eslohe“ zu sehen.

Auch nach dem Unfalltod ihres Mannes 1993 hielt Barbara Anneser an der Fotografie fest – neben der Arbeit im Fotostudio ging sie immer wieder auch mit ihrer Kamera hinaus, entwickelte jährlich eine Ausstellung im Rahmen des Arnsberger Kunstsommers: „Ein Teil von mir“, „Ebenbilder“ und „Zeitenspiegel“ sind einige der Themen, zu denen sie gearbeitet hat.

Aktuell beschäftigt sie sich mit den „Ahnenwegen“, erstellt Collagen aus älteren Aufnahmen und zeitgenössischen Bildern. Was hat uns geprägt, auf welchen Schultern stehen wir, verändert ein Blick in die Vergangenheit auch die Wahrnehmung der Gegenwart? Wenn du dich diesen Fragen annähern möchtest und ältere Fotos deiner Vorfahren besitzt, melde dich gern bei Barbara Anneser – vielleicht findest du dann eure Geschichte in der anstehenden Ausstellung wieder.

Unterschiedliche Schwerpunkte, doch immer nur ein Fokus: Der Mensch. Und hier stehen für Barbara Anneser ganz besonders die Augen im Mittelpunkt. Für die Ausstellung „Ich habe einen Traum“ hat sie Gesichter mit geschlossen Augen portraitiert, für die Iris-Fotografie braucht es einen offenen Blick:

Tief in die Augen geschaut

Liebe auf den ersten Blick, du bist ja blauäugig, der perfekte Augenblick – allein schon unsere Sprache verrät, dass Emotionen häufig über die Augen transportiert werden. Und richtig: Die Iris ist von Geburt an gemeinsam mit unserem Fingerabdruck das einzige Merkmal, das sich in seiner Struktur nie ändert. Diese Struktur ist bei jedem einzelnen Menschen komplett verschieden; das allein ist schon Anlass genug, ihr mal die volle Aufmerksamkeit zu schenken.

Vielleicht bist du etwas scheu, magst Fotos von dir gar nicht so gern? Mit der Iris-Fotografie hat Barbara Anneser ein Stück Zeitgeist aufgegriffen – deine Kleidung, ein paar Fältchen, das ein oder andere Kilo zu viel, all das spielt hier keine Rolle. Es geht um deine genetische Prägung, das, was dich wirklich ausmacht, ein Muster deiner selbst… Dabei entsteht ein Bild, das einem Planeten, ja fast schon einem ganzen Universum gleicht, das ein Geheimnis beinhaltet; ich bin sicher, so hast du dich noch nie gesehen!

Und wie funktioniert das nun? In ihrem Fotostudio lichtet Barbara Anneser deine Iris ab; zumeist ist sie dabei auf das linke Auge fokussiert, das deine emotionale Seite spiegelt, während das rechte eher die rationale Gehirnhälfte abbildet. Vielleicht schaust du mal ganz aufmerksam in den Spiegel, dann wirst du erkennen, dass die linke Iris komplett unterschiedlich zu rechten ist!

Zurück ins Fotostudio: Barbara Anneser wählt für dich ganz individuell die Beleuchtung, die dem Bild die Tiefe gibt, dann wird das Foto gemacht, anschließend die Aufnahme freigestellt, der Kontrast geschärft, ohne die Struktur dabei zu verändern.

Zwei bis drei Tage später bekommst du das Ergebnis präsentiert, das du dann in jeder Größe und auf jedes Material drucken lassen kannst. Ob als Geschenk oder für deine eigene Wand hast du dann ein ganz persönliches Kunstwerk in den Händen, das es so ganz bestimmt kein zweites Mal gibt!

Gleichzeitig ist es Barbara Anneser dann gelungen, wieder einmal auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen: Menschen nicht automatisch aufgrund ihrer äußeren Merkmale in ein gewisses Bild zu pressen, sondern dem Gegenüber die Chance zu geben, sein wahres Ich zu zeigen, ihm einen zweiten und auch dritten Blick zu schenken, einfach genauer hinzusehen…

Fotografie Anneser, Barbara Anneser, Promenade 1, 59821 Arnsberg

https://fotografie-anneser.com/

https://www.instagram.com/barbaraanneser/

https://www.facebook.com/fotografie.anneser/

Die Fotos mit Ausnahme des Titelbildes wurden mit freundlicher Unterstützung von Barbara Anneser zur Verfügung gestellt.

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